Total Sozial
15.01.2026

Leben im Gefängnis

Warum Seelsorge und Resozialisierung für die Gesellschaft entscheidend sind.

Gefängnisse liegen mitten in unseren Städten – und bleiben doch für viele unsichtbar. In dieser Podcastfolge geben Emily Trombik vom Katholischen Männerfürsorgeverein (KMFV) und Diakon Oskar Ehehalt, Leiter der katholischen Gefängnisseelsorge im Erzbistum München und Freising, einen realistischen Einblick in das Leben hinter Gittern. Sie zeigen, warum Haft weit mehr bedeutet als Freiheitsentzug und weshalb Resozialisierung eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist.

Der Alltag im Gefängnis ist geprägt von Fremdbestimmung, Isolation und Verlusten: Arbeit, Wohnung, soziale Beziehungen. Viele Inhaftierte leiden zusätzlich unter Sucht- oder psychischen Erkrankungen. Ohne ausreichende Therapieangebote, Sozialarbeit und Seelsorge steigt die Rückfallgefahr deutlich. Gerade hier leisten Gefängnisseelsorge und externe Fachdienste wichtige Arbeit: als geschützter Raum, als Ansprechpartner in Krisen und als Brücke zwischen Haft und Freiheit.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergangsmanagement vor der Entlassung. Wohnungssuche, Existenzsicherung, Krankenversicherung und Arbeit sind entscheidend, damit Menschen nach der Haft nicht in alte Muster zurückfallen. Investitionen in Prävention, Beratung und Begleitung nützen dabei nicht nur den Betroffenen, sondern der gesamten Gesellschaft.

Die zentrale Botschaft dieses Podcasts: Inhaftierte sind Menschen mit Biografien, Brüchen und Chancen. Wer Resozialisierung stärkt, reduziert Rückfälle, schützt die Gesellschaft und übernimmt Verantwortung für ein menschliches Miteinander.

Bild Startseite: AdobeStock - Sinuswelle 

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