Ehrenamt braucht neue Wege
Das Ehrenamt verändert sich. Robert Lappy erklärt, wie Kirchen auch künftig Freiwillige gewinnen können.
Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Doch gerade die Kirchen stehen vor der Herausforderung, auch künftig genügend Freiwillige zu gewinnen. Im Podcast „Total Sozial“ erklärt Robert Lappy, Leiter der Stabsstelle Strategie und Pastoral im Erzbischöflichen Ordinariat München, wie sich das Ehrenamt verändern muss.
Vor allem Flexibilität sei gefragt: Viele Menschen wollten sich nicht mehr dauerhaft an ein Amt binden, sondern überschaubare Aufgaben übernehmen, die zu Beruf, Familie und persönlicher Lebenssituation passen. Auch digitale Beteiligungsmöglichkeiten würden wichtiger.
Großes Potenzial sieht Lappy bei den Babyboomern, die in den Ruhestand gehen. Sie bringen Berufs- und Lebenserfahrung sowie Fachwissen mit. Vereine und Kirchen müssten ihnen jedoch Angebote machen, die zu ihren Fähigkeiten und Interessen passen. So kann das Ehrenamt dann eine Bereicherung für alle bleiben: Es schafft soziale Kontakte, vermittelt Sinn und bietet die Möglichkeit, das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten.
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