Malteser Momente
17.07.2024

Lieb und flauschig

Auf gut 20 Teams kann der Malteser Besuchsdienst mit Hund im Berchtesgadener Land mittlerweile zurückgreifen. Wir haben eine Auswahl der ehrenamtlichen Frauchen und Herrchen zu einem Auftritt mit ihren Hunden ins Seniorenheim begleitet.

Ein Montagnachmittag im Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Freilassing. Vier ehrenamtliche Teams des Malteser Besuchsdienstes mit Hund stehen im Foyer und warten auf ihren Auftritt. Neun Heimbewohner warten schon in einem separaten Raum im Stuhlkreis und sind gespannt auf die Hunde. Denn dieses Mal ist vom kleinen Malteser Hündchen bis zum riesigen Neufundländer alles mit dabei.

Hunde bringen Abwechslung in den Heimalltag

Rite Agne, die den Sozialdienst im Haus leitet, freut sich, dass es auch diesen Monat wieder mit der Malteser Hunde-Show geklappt hat. „Es ist einfach erstaunlich zu sehen, wie die Heimbewohner durch die Hunde lebendig werden, gerade die, deren dementielle Erkrankung schon fortgeschritten ist. Generell beobachte ich: Sie sind wacher, aufmerksamer und glücklicher“. Die Nähe und das Kuscheln mit den Tieren sei unbezahlbar, so Agne. „Wir sind wahnsinnig froh, dass es so etwas gibt“.

Vertrauen zu Hunden ist schnell aufgebaut

Mitmachen beim Malteser Besuchsdienst mit Hund dürfen nur Frauchen und Herrchen, die mit ihrem Hund eine Ausbildung in einer Hundeschule absolviert haben. Hier lernen die Hunde, wie man sich in einer Gruppe mit fremden Menschen richtig verhält. Auch Christian Basler hat sich dort mit seinem Hund fortgebildet und hat nun seinen ersten Auftritt im AWO-Seniorenheim mit seinem Neufundländer Aris. Der ist ein großer Hund, da müssen einige Seniorinnen und Senioren erst einmal ihre Zurückhaltung überwinden. „Bei Aris können Sie sogar die Finger im Maul lassen, der ist super flauschig und lieb“, ermuntert Basler die Senioren. Und siehe da: Nach ein paar Minuten ist das Eis getaut und Aris bekommt von den älteren Damen und Herren die ersten Leckerlis.

Win-Win-Situation für Heimbewohner und Ehrenamtliche

Einige Bewohner würden Aris am liebsten behalten, wie die Heimbewohnerin, die früher zuhause auch einen Hund hatte: „Aris ist einer der bravsten Hunde, die ich kenne. Mir geht das Herz auf, ich liebe Hunde!“ Solche Reaktionen sind es dann auch, die Ehrenamtliche wie Christian Basler motivieren, im kommenden Monat wieder im AWO-Seniorenheim aufzutreten. „Viele Leute haben sich über Aris gefreut, haben ihm Leckerlis gegeben und ihn gestreichelt. Mir hat es auf jeden Fall auch Spaß gemacht!“

Und fürs nächste Mal hat Christian Basler schon eine Idee: Aris soll mit einem kleinen Hund zusammen auftreten und Tricks zeigen. Die Bewohner des AWO-Seniorenheims werden sich sicher auch darüber freuen und für eine Stunde ihre Einsamkeit vergessen.

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