Kita im Stadtteil
Eine Kita steht nicht für sich, sondern ist immer auch Teil ihrer Umgebung. Das ist der Kita Sankt Ulrich in München-Laim wichtig und deshalb war Leitung Sabine Barnikel auch gleich klar, dass sie beim Stadtteilfest Laim dabei sein werden.
Aber was für einen Programmpunkt leistet eine Kita zu einem Stadtteilfest? Die katholische Kindertagesstätte entschied sich dafür, ein Angebot zu machen, bei dem die Kinder mitwirken können, aber auch eines bei dem sie auf soziale Themen eingehen konnte.
Adlerkönig und Büffelfrau
So führten die 125 Kinder der Kita alle zusammen erst das Theaterstück “Adlerkönig und Büffelfrau“ zum Thema Freundschaft im großen Garten der Kita auf. Dieses hatten die Kinder schon für das Sommerfest geprobt und ihren Eltern gezeigt, diesmal waren alle Besucher des Stadtteils und der weiteren Umgebung eingeladen. Ein Angebot, das gut besucht war.
Anmeldungen abgegeben
Viele nutzten die Gelegenheit, um die Kita ein bisschen besser kennenzulernen und die ersten Anmeldungen für das Kitajahr 2025/26 wurden bei Leitung Sabine Barnsteiner abgegeben. Diese freut sich darüber, denn ihr ist ein persönlicher Kontakt zu den möglichen zukünftigen Familien wichtig, selbst wenn parallel eine Anmeldung über das zentrale Portal „Kitafinder“ in München notwendig ist.
Thema Kinderarbeit
Dem Kindergarten Sankt Ulrich war es aber wichtig noch einen zweiten Schwerpunkt zu setzen. So hat man sich für eine Ausstellung zum Thema „Kinderarbeit“ am Laimer Anger, dem zentralen Platz des Stadtteilfests, entschlossen. Die Stadt München hat der Kita dort einen umgebauten LKW-Aufleger gestellt, in dem das Team und Eltern Bilder, Grafiken und einen Film präsentierten. Eine Karte zeigt beispielsweise, wo überall auf der Welt Kinderarbeit vorkommt – erschreckend viele Länder sind markiert. Außerdem wird dargestellt, wie wir in Deutschland Kinderarbeit bekämpfen können, indem wir Orangensaft und Kakao nur aus fairem Anbau beziehen.
Soziales Thema statt Bällebad
Leitung Barnsteiner war es wichtig, ein soziales Thema zu behandeln und zu zeigen. Zwar habe sie beim Aufbau schon gehört, dass viele gedacht hätten: die Kita auf dem Stadtteilfest, da werde etwas für Kinder angeboten. „Die erwarten vermutlich ein Bällebad oder Kasperltheater. Uns ist es aber wichtig, nicht als Basteltanten sondern als eine Kita mit Werteorientierung wahrgenommen zu werden, die sich für bestimmte Themen und Projekte einsetzt,“ erklärt Barnsteiner. Sie war froh, dass so viele Eltern das Projekt unterstützen und einige sich für die Betreuung des Museumswagens eingetragen hatten. Kontakt im Stadtviertel, das ist dem Kindergarten Sankt Ulrich wichtig, auch, wenn der Aufwand nicht zu unterschätzen sei.
Kita als Teil des Stadtteils
Die Kita Sankt Ulrich gäbe es schon lange, erklärt die Leitung und nicht zuletzt, weil ihre Einrichtung eine Stiftung und fest im Laimer Stadtteil verankert sei, sei es klar dabei zu sein. Ein Anliegen ist es Barnstein auch, die katholische Kirche und ihre Arbeit weniger abgeschottet, sondern moderner und weltoffener zu präsentieren, als diese es oft selbst mache.
Die katholische Kita als Teil des Stadtteils Laim zu zeigen – etwas was mit dem Engagement auf der Stadtteilwoche auf jeden Fall geglückt ist.



