Reisewarnung
07.10.2026

100 Jahre Weltmissionssonntag

Ein Gespräch über Kirche und Mission im Spiegel der Weltgeschichte.

Die „Reisewarnung“ geht auf Zeitreise: von der Gründung des Weltmissionssonntags durch Papst Pius XI. im Jahr 1926 über die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg, die Zeit der Entkolonialisierung, des Kalten Krieges, der 68er-Jahre bis ins Heute.

Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München, und Christian Selbherr erzählen, wie Mission unter politischen Repressionen weiterging, welche Rolle der Weltmissionssonntag während des Nationalsozialismus spielte und wie Spenden trotz Ausfuhrbeschränkungen ihren Weg zu Menschen in anderen Ländern fanden. Sie sprechen über den Eucharistischen Weltkongress 1960 in München, die wachsende Eigenständigkeit der Kirchen in Afrika und Asien sowie den Wandel des Verständnisses von Mission: Lange ging die von Europa aus, heute findet Weltkirche im globalen Süden statt. 

Im Gespräch geht es auch um die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sich die Kirche weltweit gestellt hat: die Biafra-Krise, die Boat People aus Vietnam, die HIV/AIDS-Krise in Afrika, Befreiungstheologie und Militärdiktaturen in Lateinamerika sowie die Frage, wie Kirche mit Macht, Missbrauch und ihrer eigenen Geschichte umgehen muss.

Im Mittelpunkt steht dabei eine Frage, die sich durch die gesamte Geschichte zieht: Was bedeutet Mission, wenn die Würde des Menschen im Zentrum steht?

Bild Startseite: missio München

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