Das Grab des Webers

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Buchprofile - Rezension
Auf einem alten irischen Friedhof sucht eine Witwe mit Hilfe von einheimischen alten, urigen Männern die vorgesehene Grabstätte des patriarchalischen Webers.
In der mit 92 Seiten recht kurzen Erzählung des irischen Schriftstellers Seumas O´Kelly sucht eine Witwe (die vierte Frau des Verstorbenen) die Grabstätte für ihren Mann, den angesehenen aristokratischen Weber Mortimer Hehir. Drei alte Männer aus dem Dorf und zwei Totengräber sind mit ihr auf dem Friedhofsgelände, niemand kann sich an die Lage der Grabstätte erinnern. Die Hoffnung liegt auf den alten Männern, die „lange Zeit irgendwo abseits im Schatten gelungert und für die die Welt keine Verwendung hatte.“ Plötzlich werden sie gerufen und üben ihr Amt aus, erregt, eifrig, störrisch, rechthaberisch. Während sie so über den verwucherten alten Friedhof stolpern, „begegnen sie alten Bekannten“, frischen Erinnerungen auf, erzählen sich von Lastern und Skandalen verstorbener Familien. Nach allerlei Vermessungen und Vermutungen wird schließlich eine Grabstätte festgelegt. Es passiert außer dieser Suche nicht viel in der Erzählung; das Lesenswerte macht die eindrucksvolle Sprachkunst des Autors aus.
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Personeninformation

Seumas O'Kelly, zwischen 1875 und 1881 in Loughrea im County Galway, Irland, geboren, 1918 in Dublin gestorben, war ein irischer Journalist und Schriftsteller. Er arbeitete für verschiedene Zeitungen, ehe er 1918 die Leitung von The Nationality, einer Zeitschrift der Sinn Féin, übernahm. Im November stürmten britische Soldaten und Loyalisten die Redaktion, O'Kelly erlitt einen Zusammenbruch und starb an einer Hirnblutung. Seine Kurzgeschichte »The Weaver's Grave« gilt als ein Meisterwerk des Genres.

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