16 Grad Fische

Fotografien 1958-2026
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Artikelbeschreibung

Das Werk von Walter Schels entfaltet sich seit fast sieben Jahrzehnten zwischen Dokumentation und Transformation, zwischen formaler Strenge und Experimentierfreude. Bekannt geworden ist Schelsvor allem als empathischer Porträtist: Mit seiner reduzierten Bildsprache erkundet er das Wesenseines Gegenübers. Egal ob Säugling oder Greis, Elefant oder verblühte Blume - im Zentrum seinerdokumentarischen Porträtserien und Langzeitstudien stehen existentielle Themen wie Identität, Geburt und Tod.Wenig Beachtung fand hingegen bisher sein experimentelles Schaffen: Mit Übermalungen,Doppelbelichtungen, Collagen oder Polarisationen überschreitet er die Grenzen ins Malerische. Schels versteht Fotografie als offenen Prozess. "Ein Bild ist nie fertig", sagt er - und meint damit nicht nur eine künstlerische Haltung, sondern den konkreten materiellen Vorgang: Im Rotlicht der Dunkelkammer, so Schels, erfahre er die Welt.16° Fische führt erstmals beide Hälften seines _uvres zusammen. Neben den Porträts präsentiert der Band experimentelle Entdeckungen, die den Blick auf den Fotografen Walter Schels vervollständigen - von transformierten Stadtansichten aus dem New York der 1960er-Jahre über Serien, die er selbst als "Abfallbilder" bezeichnet, bis hin zu aktuellen abstrakten Arbeiten mit Fotochemikalien und Pflanzenfragmenten.Und wie die versammelten Arbeiten ist auch der Titel eine poetische Selbstverortung: Als Schels 1936 in Landshut geboren wurde, stand die Sonne im Tierkreiszeichen Fische - bei 16 Grad. Schels leitet aus dieser Konstellation die Grundzüge seines künstlerischen Temperaments ab: Sensibilität, Intuition, Fantasie und ein unerschöpfliches Interesse am Menschen.Sprachen: Deutsch, Englisch

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Personeninformation

Walter Schels, born in Landshut in 1936, is one of Germany's most influential portrait photographers. From 1957 to 1965 he worked as a window dresser in Barcelona, Toronto and Geneva before moving to New York as a self-taught photographer. Schels returned to Germany in 1970 and opened a studio in Munich. Until the mid-1990s he worked for clients including BMW, Pan Am and Deutsche Post, and for magazines such as Stern, Annabelle, Eltern and ZEITmagazin. Parallel Schels produced independent work; from the mid-1980s his black-and-white portraits gained an increasingly wide audience, particularly his long-term documentary studies and portrait series. Schels' photography has received numerous awards and has been exhibited internationally.
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