Acker, Aberglaube & Ablassbrief

Bauernleben in Oberbayern um 1750
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Bayern im Buch-Rezension
Roman mit eingeschobenen Sachinformationen über das harte Bauerndasein des 18. Jh.
Die Idee ist für einen Autor bestimmt sehr reizvoll: Eine eigens erdachte Heimatgeschichte aus dem harten Bauerndasein des 18. Jh. dort spielen zu lassen, wo er sich auskennt, und zugleich vieles über die historische Landwirtschaft der Zeit als eingeschobene Sachkapitel einzubauen. Weil typografisch abgehoben von der Romanhandlung kann der Leser diese Stellen auch überspringen und sich zunächst nur dem spannenden Geschehen im fiktiven Mühlendorf Brunnbichl widmen, das der Autor für uns im Schlierseer und Miesbacher Raum verortet hat. Sehr authentisch und mit Figuren bevölkert, die einem als Leser und Leserin sogleich ans Herz wachsen: Knechte und Mägde, Altbauern und ihr Nachwuchs, Sennerin, Jäger und Wildschütz, Hütebub, Kräuterfrau, Dorfbräu und Wirt, Klosterbruder und heilkundige Hebamme, Müller und natürlich die Großbauern mit ihren kleinen bis kleinsten Nachbarn. Das soziale Gefüge eines oberbayerischen Dorfes vor 280 Jahren, der bäuerliche Jahreslauf und die alltägliche Arbeit der Menschen mit ihren Problemen sowie die wechselnden Stimmungen der Landschaft, das alles schildert der Autor überzeugend und mit viel Sinn für Dramaturgie. Seinen Ganghofer wird er wohl intensiv gelesen haben, was durchaus nicht abwertend gemeint ist. Bleiben die Sachkapitel, deren kompetenter Inhalt sich auch aus der Arbeit des Autors als Museumsführer in Markus Wasmeiers Freilichtmuseum Schliersee erklären lässt. Viel Fachwissen (Emmer statt Weizen) steckt in diesen Kapiteln, gut lesbar sind sie außerdem und natürlich so im Buch platziert, dass sie zur Romanhandlung passen.
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Artikelbeschreibung

Mit dem fiktiven oberbayerischen Dorf Brunnbichl lädt Autor Hans Glanz ein zu einer eindrucksvollen Reise nach Oberbayern um 1750 - in eine Zeit, in der Glaube, Natur und harte Arbeit den Pulsschlag des Lebens bestimmten. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Museumsführer im Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Schliersee schöpft Glanz authentisches Wissen und verbindet es mit poetischer Erzählkunst. So entstand ein einzigartiges Buch, das Geschichte fühl- und erlebbar macht: eine Hommage an die Menschen auf den Höfen, an ihre Feste, ihren Glauben und ihre unerschütterliche Lebensfreude. Brunnbichl - bewegende Geschichten aus einer vergangenen Welt, die fesselt und fasziniert.

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Personeninformation

Hans Glanz war er als Banker im regionalen Finanzwesen beschäftigt. Seine eigentliche Leidenschaft aber galt stets der Natur und der heimischen Geschichte. Als Jäger und Fischer verbringt er unzählige Stunden im Wald und am Wasser. Dabei arbeitet er intensiv mit Schulklassen in der Waldpädagogik und vermittelte jungen Menschen den achtsamen Blick auf Natur und Heimat. Seit sieben Jahren ist er als Führer im Markus Wasmeier Freilichtmuseum tätig. Der Autor lebt im Landkreis Miesbach.

Pressestimmen

»Nur der Unterhaltung der Leser soll das Buch aber nicht dienen. Glanz möchte die spannende Erzählform nutzen, um Fakten über das Leben der Bauern im 18. Jahrhundert zu vermitteln. Deshalb hat er in jedes Kapitel an den passenden Stellen informative und fachlich fundierte Einschübe platziert, etwa "Vom Flachs zum Leinenhemd".« Miesbacher Merkur

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