Tänze der Untertanen

Band 2
Gedichte
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Buchprofile - Rezension
Zeitlose Gedichte für Jugendliche und "alle, die noch wachsen" - so der Autor.
Kleine Texte. Groß. Mit Nils Mohls 40 Gedichten kann man ins Leben eintauchen. "tänze der untertanen" sind an Jugendliche adressiert oder auch an alle anderen, die Lust haben, sich in den Gedichten zu verlieren und zu finden. Das Wunderbare und so Lebensnahe an diesem Band ist das Nebeneinander von vermeintlich banalem Sprachnonsens, der einfach Lust an variantenreicher Sprache und Wortkombinationen deutlich macht, und pointierten Texten, die besondere (jugendliche) Gefühle, Stimmungen und Situationen in Worten widerspiegeln. Dabei entstehen ganz eigene Wort- und Bedeutungsschöpfungen. In konzentrierter Form erzählt Mohl kleine Geschichten und spielt mit Sprache. Er lässt Ananas (Plural?) Sex haben (freakige früchtchen), lässt eine genervte Ziege und eine Fliege aus einem Zoo entkommen (spießgesellen) und stellt vor, was man weiß/sagt/hört/glaubt/denkt[…]/man will und wünscht (schlichte wahrheiten). Dazwischen Texte, die etwas Verlorenes, Melancholisches, Trauriges offenbaren. Wenn es an Silvester in den Himmel "raketet" und man sich obgleich der vielen Menschen um einen herum sehr alleine fühlen kann (so im dunkel unter euch) oder auch die Nacheinanderreihung der verschiedenen Zeitformen von Abschied nehmen, in denen das Du zum Ich wird (staffelübergabe), so als müsse man sich den Lauf des Lebens in seiner Abfolge bewusst machen, sich selbst gut zu reden, dass man es bewältigen kann. Die Gedichte werden minimalistisch von der preisgekrönten Comic-Zeichnerin Katharina Greve illustriert. Sie greift sich häufig ein Detail heraus und erzählt in leuchtend orangerotem oder schwarzem Farbton sehr graphisch und lässt den Texten viel (Weiß) Raum. Nichts wirkt hier überladen oder aufdringlich. Ein äußerst gelungenes Zusammenspiel aus Text, Typographie und Gestaltung. Für alle Bestände sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Was findet nicht alles Platz in diesem Gedichtband!Reime, Sprachspiele, Nonsens-Lyrik und große Poesie - zum Lachen, Weinen, Schmunzeln, Träumen, Staunen und Spaß haben!Knallwache Texte eines kongenialen Künstlerduos für moderne Poeten

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Personeninformation

Mohl, NilsNils Mohl, geboren 1971, lebt als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Hamburg. Für seine Romane und Drehbücher (u.a. "Es war einmal Indianerland") wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Hamburger Förderpreis für Literatur und dem Drehbuch-Förderpreis beim Filmfest München. Greve, KatharinaKatharina Greve, 1972 in Hamburg geboren, lebt als Cartoonistin, Comic-Zeichnerin und Autorin in Berlin. Neben Zeichnungen für Titanic, taz, stern, Tagesspiegel etc., veröffentlichte Greve einen Cartoon-Band und mehrere Graphic Novels. 2010 erhielt sie den ICOM Independent Comic Preis sowie den Deutschen Cartoonpreis für neue Talente, 2013 den Sondermann Förderpreis für Komische Kunst. Beim Internationalen Comic-Salon Erlangen wurde sie dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.

Pressestimmen

"Überraschend in seinen Wendungen und doch geschlossen bis zur schieren Konsequenz, frei fliegend und immer auf den Punkt, formbewusst und verspielt." Empfehlungsliste für den Josef-Guggenmoos-Preis für Kinderlyrik "Der Hamburger Schriftsteller veröffentlicht gleich zwei famose Bände voller Knittelverse, Harakiri-Haikus, Wortspielereien und Nonsenspoesie. Der eine - "Tänze der Untertanen" - ist für Jugendliche, der andere - "König der Kinder" - für Kleinere." Tagesspiegel "In seinem Gedichtband "König der Kinder" ist ein Großvater, der mit seinen Enkelkindern spielt, der König der Kinder. Doch eigentlich hatte Nils Mohl dabei seinen eigenen Vater im Kopf, der stets von Kindern umgeben war, erzählt Mohl." (Auszug aus Interview) Deutschlandfunk Kultur "Hellwache Gedichte und coole Zeichnungen; sehr literarisch, sehr künstlerisch und trotzdem für alle." Fränkische Nachrichten "Witzig, hintersinnig, vielfältig und voller Überraschungen." Das Magazin "Betörend poetische Wendungen." Bücher Magazin So muss moderne Lyrik sein! Jukibu Zeitung
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