Warum uns Hunde glücklich machen

... und was das mit unserer gemeinsamen Evolutionsgeschichte zu tun hat
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Buchprofile - Rezension
Nach einem Burn-out reflektiert eine Biologin, wie Tiere ihr (Gefühls-)Leben bereichern und stabilisieren.
Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen, insbesondere mit Hunden, erklärt die Biologin und vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin die Titelfrage mit der so langen gemeinsamen Evolutionsgeschichte von Mensch und Hund, rsp. Mensch und Tieren generell. Dass unsere gemeinsame Geschichte und Entwicklung eben NICHT hier Mensch, das "höhere Wesen", und da Tiere, die Natur(Gewalten), das "Andere" bedeutete, sondern menschliche Tiere und andere Tiere sich miteinander und mit der Hilfe und zum Wohle des jeweils anderen weiterentwickelt haben. Die Entwicklung des Menschen wäre ohne Tiere nie so verlaufen, und mit dem Hund, der am längsten an der Seite des Menschen steht, hat sich dadurch eine ganz besondere Beziehung ergeben, eine enge Bindung und gegenseitiges Verstehen und die Fähigkeit zur Kommunikation. Die Autorin beschreibt entlang der Monate April bis September ihr Erleben der Natur der hellen Jahreszeit in Finnland, reflektiert dabei eigene Gedanken und Erfahrungen zum Thema Mensch und Hund (Tier) wie auch die unterschiedlichen Theorien und wissenschaftlichen Erkenntnisse durch die Jahrhunderte, wie Tiere ganz allgemein betrachtet, kategorisiert und (falsch) beurteilt wurden sowie die neueren Forschungsergebnisse, die dem Tier (endlich) einen ganz anderen Stellenwert beimessen. Interessant und informativ, einfühlsam und gut lesbar.
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Artikelbeschreibung

Ein unterhaltsamer Einblick in die gemeinsame Geschichte von Hunden und Menschen Als Tiina Raevaara nach einem Burnout feststellt, dass sie nur an der Seite ihres Hundes wirklich zur Ruhe kommt, beginnt sie, die besondere Beziehung zwischen Menschen und Hunden zu untersuchen. Warum wecken Tiere überhaupt eine so starke Empathie? Was bedeutet die Bindung zu Tieren im Hinblick auf die Evolution und die menschliche Entwicklung? In einer Mischung aus persönlichen Reflexionen und Forschungsberichten schildert sie in diesem literarischen Essay die gemeinsame Reise von Mensch und Hund und eröffnet einen faszinierenden Einblick in das Wesen des Menschen und seine Beziehung zur Natur. Persönliche Schilderungen verwoben mit dem Fachwissen einer promovierten Biologin Vor einigen Jahren war die Autorin Tiina Raevaara so erschöpft, dass sich ihr Körper in ständiger Alarmbereitschaft befand. Das Zusammensein mit anderen Menschen strengte sie an, mit ihrem Hund an ihrer Seite konnten ihr Körper und ihr Geist jedoch zur Ruhe kommen. Auf langen Spaziergängen mit dem Hund begann Raevaara, über die Ursachen ihrer Erschöpfung nachzudenken und zu hinterfragen, warum sie die Gesellschaft von Tieren und nicht von Menschen suchte und warum die Anwesenheit eines Hundes generell das Wohlbefinden steigert. Ausgehend von ihrer persönlichen Situation stellt sich die promovierte Biologin Fragen: Wer beeinflusste wen? Wie hat sich Mensch-Hund-Beziehung auf unsere Gene ausgewirkt und erklärt dies gar unser Bedürfnis nach den Vierbeinern? Wurde unsere Evolution durch die Domestizierung von Tieren beeinflusst und falls ja, warum war hier der Hund ein so maßgebliches Tier? Als Tiina Raevaara erkannte, wie wichtig die Verbindung zu Hunden für die menschliche Natur ist, begann sie schließlich auch mehr über sich selbst zu verstehen. Die Leser:innen begleiten Raevaara und ihren Hund auf ihren Spaziergängen durch finnische Wälder und erfahren, fast nebenbei und ohne wissenschaftlichen Pathos, die faszinierende sozio-kulturelle Geschichte der besonderen Beziehung zwischen Hund und Mensch, die geprägt ist von Partnerschaft, Freundschaft und Zusammenhalt.

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