Chaos und Covid

Wie die Pandemie Nordafrika und den Nahen Osten verändert
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Buchprofile - Rezension
Die politische Lage in den Krisengebieten von Nordafrika und dem Nahen Osten.
Zwar haben Pandemie und Ölpreisverfall die Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika in erhebliche Schwierigkeiten gebracht - darauf wird immer wieder Bezug genommen -, doch dem Autor geht es in der Hauptsache um die Bündnisse und Brüche im arabischen Raum und um die Verschiebung des Mächtegleichgewichts. Kenntnisreich berichtet er von den Auswirkungen des Astana-Abkommens zwischen Russland, der Türkei und dem Iran zur Deeskalation in Syrien, vom Abraham-Abkommen zwischen Israel, den Arabischen Emiraten und Bahrain, von der Achse zwischen Muslimbrüdern und Schiiten und von der Rolle Putins und Chinas. Ebenso eindrucksvoll sind die Darstellungen über die widersprüchliche und destabilisierende Politik Erdogans, über die Veränderungen in Ägypten und Libyen, das Wirken Katars, das Migrationsdilemma und den islamistischen, von sozialen Medien befeuerten Stimmungsterrorismus. Gut gestaltete Karten und eine ausführliche Zeittafel unterstützen die detaillierten Einblicke, die zum Verständnis der Lage im Nahen Osten, in der Golfregion und in Nordafrika bestens geeignet sind.
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Artikelbeschreibung

Die Lage im Nahen Osten hat sich im Zuge von Pandemie und Ölpreisverfall zugespitzt. Die gesamte Region leidet unter der vom Virus erzwungenen wirtschaftlichen Stagnation. Im Schatten der prekären Lage werden neue Verbindungen geknüpft wie das durch die USA vermittelte Abraham-Abkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, das den ehemaligen Feind zu einem Geschäftspartner macht. Die von den Muslimbrüdern geprägte schiitische Achse zwischen Türkei, Iran und Katar hingegen erhält gelegentlich Unterstützung durch Putin, auch Chinas Einfluss wächst. Und während Erdogan versucht, Istanbul wieder zum Weltzentrum des Islam zu machen, schlägt der Dschihadismus erneut in Europa zu, mittlerweile in seiner vierten Generation in Form eines »Stimmungsterrorismus«.Mit gewohnt scharfem Blick und großer Kenntnis setzt der renommierte Soziologe und Arabist Gilles Kepel in seinem neuen Buch die aktuellen Geschehnisse im Nahen Osten, der Golfregion und in Nordafrika in den Kontext, den wir brauchen, um die Verschiebungen der geopolitischen Ordnung, wie wir sie kannten, zu verstehen.

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Personeninformation

Gilles Kepel wurde 1955 in Paris geboren und studierte Soziologie, Anglistik und Arabistik. Er gilt als einer der bedeutendsten Soziologen Frankreichs und renommierter Kenner der arabischen und islamischen Welt. Er ist Professor am Institut d'Études Politiques de Paris und Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschien bei Kunstmann Chaos. Die Krisen in Nordafrika und im Nahen Osten verstehen (2019).
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