Hohenwarths Untergang

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Bayern im Buch-Rezension
Ein Graf versucht einer von den Nazis verfolgten Familie in seinem Schloss Unterschlupf zu gewähren.
Schloss Hohenwarth ist ein abseitig gelegenes, teils schon etwas verfallendes Gebäude. Man schreibt das Jahr 1935. Deutschland wird von den Nationalsozialisten regiert, die ihre Schreckensherrschaft immer weiter ausbauen. Die Geschwister Frederike und Theodor hat es mit ihrer Mutter hierher verschlagen. Die Gestapo hatte ihren Vater, der sich gegen die Partei stellte, abgeholt und umgebracht. Der Graf von Hohenwarth war der Familie schon lange verbunden und hat, um sie – so gut es geht – zu schützen, die Mutter der Form halber geheiratet. Die Kinder erhalten von einem Privatlehrer Unterricht und müssen so keine öffentliche Schule mehr besuchen. Auf dem Gelände des Schlosses hat vor allem Theodor sehr eigenartige Erlebnisse. Manches davon klärt sich, als er Stella, ein anderes scheinbar hier lebendes Mädchen, entdeckt. Auch ihre Eltern wurden von den Nazis verschleppt. Sie selbst steckte man in ein Erziehungsheim, aus dem sie fliehen konnte und in einem verwunschenen Anbau des Schloss Unterschlupf fand. Stella wirkt als eine Art Medium und so mischen sich für die Kinder Realität und Fantasy Elemente mit der von Geheimnissen umwitterten Geschichte derer von Hohenwarth. Als man auch noch ihren Privatlehrer wegen seiner vom Staat geächteten Homosexualität abholt, entscheidet sich der Graf, seinen gesamten Besitz an einen örtlichen Partei-Bonzen zu verkaufen. Mit der lächerlich geringen Entschädigung kann er wenigstens in letzter Minute für alle die Ausreise aus Deutschland bewerkstelligen. Stella aber bleibt zurück und legt Hohenwarth wenig später in Schutt und Asche. - Ein Roman, der, auf dem Hintergrund der Zustände in Nazi-Deutschland, immer wieder zwischen Realität und Fiktion, Elementen von Fantasy und ein wenig Mystery wechselt.
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Artikelbeschreibung

Im Sommer 1935 zieht der 14-jährige Theodor mit seiner Mutter und seiner Schwester in ein abgelegenes Schloss im Wald. Die Geschehnisse dort lassen ihn mehr und mehr an seinem Verstand zweifeln. Schließlich lernt er auch noch ein geheimnisvolles Mädchen kennen, das sich hier versteckt hält. Doch bald schon holt ihn auf Schloss Hohenwarth die braune Realität ein. "Ich drehte ein bisschen an dem kleinen Globus herum und stellte mir vor, wie aus Deutschland immer mehr braune Farbe quoll, bis aus dem blauen Planeten ein brauner Planet geworden war"

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