Abdias

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Buchprofile - Rezension
Die Geschichte vom Kaufmann Abdias, der mit seiner Tochter die Wüste verlassen hat, um in Europa ein neues Leben zu beginnen.
Abdias, einziger Sohn von Aaron und Esther, zieht hinaus in die Welt und wird ein reicher Kaufmann. Er heiratet die schöne Deborah und könnte eigentlich glücklich sein. Nach einer Pockenerkrankung ist sein Gesicht entstellt und Deborah wendet sich von ihm ab. Kurz vor ihrem Tod bringt sie die Tochter Ditah zur Welt. Mit seinem klug versteckten Geld verlässt er die Wüste und geht mit Ditah, die er abgöttisch liebt, nach Böhmen. Als Ditah vier Jahre alt ist, entdeckt Abdias, dass sie blind ist, doch nach einem Blitzeinschlag in ihrer Nähe gewinnt sie das Augenlicht zurück. Es folgen glückliche Jahre, bis ein weiteres Gewitter Ditah den Tod bringt. Dreißig Jahre später lebt Abdias immer noch und sitzt oft als 90-jähriger, gebückter Greis vor seinem weißen Haus. Selbst nach seinem Tod bleibt unbeantwortet, warum Abdias vom Schicksal so gebeutelt wurde. Die 1842 erstmals erschienene Novelle wird von Christian Brückner ruhig und souverän gelesen. Zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

170 Jahre alt, einzigartig und fast unbekanntDer Jude Abdias flieht vor dem Terror seiner Mitmenschen übers Atlasgebirge nach Europa. Abgeschirmt von allem Kontakt, will er hier seine unmündige Tochter erziehen und aufwachsen sehen. Eine biblische Erzählung in Wucht und Grausamkeit.An Goethe geschult, von Stifter geschrieben, in nie wiederholter Diktion soviel expressiver als das Vorbild. Die deutsche Sprache ist in ihrer Schönheit neu zu entdecken, ebenso wie die Seele des Menschen, so wenig hier von ihr die Rede ist!

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