Schwäbischer Barockwinkel

Barocke Pracht in einer Landschaft stiller Schönheit
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Bayern im Buch-Rezension
Werbewirksamer Bildband, der zum Besuch der barocken Kunststätten Mittelschwabens animieren will.
Reisenden auf der Autobahn ist zwischen Augsburg und Ulm sicher schon das in den 1980er Jahren aufgestellte Hinweisschild "Schwäbischer Barockwinkel" aufgefallen. Was sich hinter diesem (nach dem Vorbild "Pfaffenwinkel") zunächst nur für den Landkreis Günzburg geprägten Tourismusslogan verbirgt, hat sich jedoch kaum herumgesprochen. Dem soll nun dieser Band mit seinen prächtigen Bildern von Kirchen, Klöstern, Schlössern und städtischen Bauten dieser Region (zwischen Iller, Mindel, Donau und Allgäu) samt ihren zum Teil wenig bekannten barocken Kunstschätzen abhelfen. Um die Attraktivität noch etwas zu steigern, hat man den Blick auch etwas über die Landkreisgrenzen hinaus geweitet und so bedeutende Anziehungspunkte wie etwa Maria Steinbach, Ottobeuren, Bad Wörishofen, Oberschönenfeld, Biberbach oder Holzen miteinbezogen. Die so insgesamt (auf einer Landkarte verzeichneten) 45 Reiseziele werden in alphabetischer Folge (von Aichen bis Ziemetshausen) bilderreich und mit knappen Informationen zu Geschichte und Kunst (in sehr kleinem Schriftgrad) vorgestellt. Darauf folgen eine Kurzinformation zu den wichtigsten Künstlern, darunter die Gebrüder Zimmermann, Johann Michael Fischer oder Vater und Sohn Bergmüller (chronologisch nach Geburtsjahr!) und Hinweise auf weiterführende Publikationen zu den einzelnen Orten. Das Konzept dieses empfehlenswerten Augenschmauses geht voll auf.
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Artikelbeschreibung

Weit ins Land grüßen die barocken 'Zwiebeltürme' schwäbischer Dörfer und Städte. Sie laden selbst den nur flüchtig Durchreisenden ein, sich dem Charme dieser Barocklandschaft zu ergeben.Bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg sind zwischen Donau, Iller und Lech erste Ansätze zu erkennen, die Strenge der Renaissance mit der Bewegtheit und Individualität des Barock zu überwinden (siehe Christoph Rodt). Die Katastrophe des schier unendlichen Krieges verzögerte diese Entwicklung um Jahrzehnte, entvölkerte das Land und hinterließ Zerstörung und Ruinen. Umso erstaunlicher ist die große Dynamik, mit der dieses Land mit der Heiterkeit barocker Bauwerke überzogen wird.In diesem Band werden die großen Klosteranlagen, die bedeutendsten Wallfahrtsziele und Schlösser des Schwäbischen Barockwinkel vorgestellt und mit begeisternden Fotos in Szene gesetzt.Wolfgang Strobl ist als Journalist und Autor selbständig mit der Kommunikationsberatung contrast-marketing in Augsburg. Als Herausgeber des Magazins "top schwaben" berichtet er regelmäßig über Bayerisch-Schwaben.

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