Die Lüge der digitalen Bildung

Warum unsere Kinder das Lernen verlernen
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Buchprofile - Rezension
Ab welchem Alter und wie sollen Kinder auf die digitale Welt vorbereitet werden.
Kinder kommen schon sehr früh mit digitalen Medien in Berührung. Anhand zahlreicher Beispiele beantworten die Autoren viele Fragen dazu, wie man Kinder richtig auf die digitale Welt vorbereitet, vor allem auch, ab welchem Alter welche Nutzung angebracht ist und was Bildungsinstitutionen und Pädagogen dazu beitragen sollten. Die Autoren zeigen sehr eindeutig, warum es nicht sinnvoll oder gar schädlich ist, wenn Kinder zu früh und zu intensiv mit digitalen Medien in Berührung kommen und dass es besser ist, zuerst einmal das reale Leben mit Purzelbäumen und Fangen, bei Ausflügen in den Wald oder in die Berge zu erfahren. Oder wie viel wichtiger die Förderung der direkten Face-to-Face-Kommunikation mit anderen Kindern für das Sozialverhalten ist als Sozialkontakte über Facebook. Untermauert werden die Thesen der Autoren durch gut zu den aufgeführten Beispielen passende Erläuterungen der Neurobiologin Prof. Gertraud Teuchert-Noodt über die kognitive Entwicklung von Kindern. - Die Autoren präsentieren gut strukturiert und dank einfacher Sprache gut lesbar eine kritische, aber (trotz des provokanten Titels) nicht einseitig digitalfeindliche Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema. Sie machen klar, dass es bei der digitalen Bildung vor allem auf den Menschen ankommt und nicht nur auf die dahinterstehende Technik. Das Buch ist sehr empfehlenswert für Eltern, Lehrer und Erzieher, ist aber auch interessant für alle anderen, die sich darüber wundern, wie viel Unfug in einer technikgläubigen Welt im Umgang mit den digitalen Medien bei Kindern betrieben wird.
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Artikelbeschreibung

Die Panikmache geht weiter: Unisono fordern Politiker und Industrie, dass Schüler mit allerlei Technik überhäuft werden, um den Anschluss ans digitale Zeitalter nicht zu verpassen. Diese Digitalisierung der Bildung erfolgt jedoch fast nur technologie- und ökonomiegetrieben. Pädagogische Konzepte? Fehlanzeige!Die Autoren üben nicht nur Kritik an dieser Art von Digitalisierung, sondern nehmen in dieser Neuauflage gezielt auch die wirtschaftlichen Verflechtungen aufs Korn, die zwischen IT-Industrie und Bildungspolitik bestehen. Sie greifen zentrale Mythen der Digital-Befürworter an und entlarven die Anstrengungen für eine »Lernfabrik 4.0«, in der Computer allmählich Lehrer ersetzen sollen.Die Autoren danken insbesondere auch der FDP für ihr inspirierendes Wahlplakat »Digital first. Bedenken second«. Und zeigen, dass gerade das Gegenteil richtig ist.

Produktsicherheit

Hersteller: Münchner Verlagsgruppe GmbH
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Personeninformation

Prof. Gerald Lembke ist gefragter Experte für Digitale Medien und berät Unternehmen und Organisationen, wie sie Digitalisierung gewinnbringend umsetzen können. Dipl.-Volkswirt Ingo Leipner ist Experte für publizistische Projekte im Internet und schreibt seit vielen Jahren für journalistische Online-Portale. Dazu ist er seit neun Jahren als freiberuflicher Dozent tätig

Pressestimmen

»Provokantes Buch.« Focus »In der Tradition der Streitschrift.« Die Welt »Zeitgemäße Argumente - aus der Hirnforschung, der Entwicklungs- und der Motivationspsychologie.« FAZ
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