
Artikelbeschreibung
Arnold von Brescia, 1155 im Zuge der Kaiserkrönung Friedrich Barbarossas hingerichtet, gehört zu den umstrittensten Gestalten des 12. Jahrhunderts. Die widersprüchliche Quellenlage sorgte für eine höchst uneinheitliche Rezeption dieses hochmittelalterlichen Asketen in der Neuzeit. In ihm spiegelten sich Hoffnungen und Wünsche der Autoren zwischen Reformation und Risorgimento. Und auch uns stellt sich die Frage, wie objektiv wir unsere Geschichte sehen. Der Brescianer wird damit zu einem Paradebeispiel für den wechselhaften Umgang Europas mit seiner mittelalterlichen Geschichte.
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Personeninformation
Romedio Schmitz-Esser, geb. 1978, ist seit 2008 wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der LMU München. Sein Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem auf der Hochmittelalterlichen Geschichte Italiens und der Römischen Kommune.
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