Der letzte Rabbiner

Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp
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Buchprofile - Rezension
Biografie eines Rabbiners, der vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland lebte und wirkte.
Es konnte durch den Tod Leo Trepps keine Autobiographie mehr werden, doch seiner Witwe Gunda ist es doch zu verdanken, dass es diese umfangreiche Biographie des letzten Landesrabbiners im Nazi-Deutschland gibt. Durch die sehr persönliche Herangehensweise lernt der Leser diesen überzeugten und überzeugenden Juden sehr gut kennen, fast intimer als es eine Autobiographie vermocht hätte. Die Autorin ergänzt und kommentiert, was - durch die Schriftform kursiv kenntlich gemacht – aus der geplanten Autobiographie stammt und zeichnet genau und liebevoll das Bild ihres Mannes, der noch vor dem 1. Weltkrieg in eine orthodoxe Mainzer Judenfamilie hineingeboren wurde, nach Studium und Promotion noch als Rabbiner in Oldenburg wirkte und schließlich in die USA fliehen konnte. Seine Haltung nach der Schoah als unermüdlicher Versöhner und Berater wird ebenso authentisch geschildert wie seine Offenheit und Dialogbereitschaft, die wohl zu dem mit einem Augenzwinkern zu lesenden Untertitel „Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp“ führte. Da man nebenbei auch eine recht beeindruckende Zeitreise durch jüdisches Leben im 20. Jahrhundert unternehmen kann, ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Die Geschichte eines jüdischen Lebens in Deutschland von der Weimarer Republik bis heute

Leo Trepp wächst in einer orthodoxen Familie auf, in der Theater und klassische Literatur ebenso zum Alltag gehören wie Torastudium und Synagogenbesuche. Nach Philosophiepromotion und Rabbinerausbildung amtiert er als letzter Landesrabbiner in Oldenburg, unter den kritischen Blicken der Nationalsozialisten. Nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager entkommt er in die USA. Doch schon bald beginnt er sein "unermüdliches Versöhnungswerk", wie es Karl Kardinal Lehmann nannte: Immer wieder kehrt er nach Deutschland zurück, um den Menschen das Judentum näher zu bringen und Vorurteile abzubauen. Er lehrt und berät, steht im engagierten Dialog mit Kirchenvertretern und Muslimen und hilft beim Aufbau neuer jüdischer Gemeinden.
Seine Autobiographie blieb unvollendet - und so trägt seine Frau, die Autorin Gunda Trepp, die Erinnerungen zusammen, ergänzt, kommentiert und erzählt mit Liebe und Wärme von diesem tief religiösen und doch so un-orthodoxen deutsch-jüdischen Leben.

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