Regensburg

Biografie einer Stadt
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Bayern im Buch-Rezension
Historisches Erbe, lebendige Tradition, attraktive Moderne.
Da die Anfänge der Besiedlung des Regensburger Raumes weitgehend im Ungewissen liegen, beginnt die greifbare Geschichte der Stadt mit der Besitznahme des Gebietes durch die Römer, die zur Festigung ihrer Macht bzw. Verteidigung Kastelle und Lager errichteten, in deren Umland sich im Laufe der Zeit zivile Siedlungen entwickelten: 175 n. Chr. Legionslager Castra Regina (Ratisbona). Bauliche Reste (u.a. Porta Praetoria) und Funde belegen, dass dieses große Lager das politische, kulturelle und religiöse Leben auch nach dem Ende des Weströmischen Reiches weiterhin beeinflusste. Anschaulich schildert der Autor die Landnahme des Gebiets zwischen der Donau und den Alpen durch das Volk der „Baiovarii“, deren Herzöge – wie alle anderen weltlichen (u.a, Tassilo III., Karl der Große) und geistlichen Persönlichkeiten (z.B. Bonifatius, Wolfgang, Emmeram) – eng mit Regensburg verbunden waren. Das Jahr 1245 brachte jedoch eine einschneidende Zäsur, denn Kaiser Friedrich II. erklärte die Stadt zur „Reichs- bzw. Freistadt“ mit weitreichender Souveränität. Diese Rolle der Stadt als politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum fand erst durch tiefgreifende Umbrüche (Französische Revolution, Napoleon, Ende des Heiligen Römischen Reiches) ihr Ende, und Regensburg musste sich ab 1810 als Teil Bayerns neu orientieren. Mit den nachfolgenden Jahrzehnten setzt sich Lübbers ebenso sorgfältig und kompetent auseinander, ordnet Industrialisierung, Stadterweiterung, den 1. Weltkrieg und den Zusammenbruch der alten Herrschaft in die vorhandenen Verhältnisse ein, die – konservativ geprägt – der Machtübernahme der Nazis und ihrem Terror, der Judenverfolgung und Gewalt nur wenig entgegensetzten. Die Jahre des Neuanfangs von 1945 bis heute schildert der Autor ausführlich und macht deutlich, dass die Stadt heute zwar ein Ort mit großer historischer Bedeutung ist, aber offen für kulturelle Vielfalt und zukunftsweisende Entwicklung steht. – Ein wissenschaftlich breit angelegtes, fundiert recherchiertes, äußerst informativ, verständlich und keinesfalls langweilig konzipiertes Buch, sehr zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Regensburg atmet auf Schritt und Tritt Geschichte - die Vergangenheit wird hier wie in kaum einer anderen deutschen Stadt sichtbar. Das liegt einerseits an der hervorragend erhaltenen Bausubstanz, andererseits daran, dass Regensburg über weite Strecken ein zentraler Schauplatz der europäischen, der deutschen und natürlich auch der bayerischen Geschichte war. Nicht zuletzt der Status als UNESCO-Welterbe unterstreicht dies noch einmal eindrucksvoll. Von den ersten Spuren menschlicher Besiedelung bis in die unmittelbare Gegenwart reicht diese umfassende, reich und anschaulich bebilderte, quellengestützte "Biografie" Regensburgs auf der Höhe des aktuellen Forschungsstandes - unterhaltsam und lehrreich, spannend und kurzweilig

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Personeninformation

Bernhard Lübbers,Dr. phil., geb. 1976, ist seit 2008 Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg. Daneben lehrt er als Dozent für Bibliotheksgeschichte an der Bayerischen Bibliotheksakademie, für Historische Bibliotheksbestände an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern sowie als Lehrbeauftragter für Bayerische Landesgeschichte und Vergleichende Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Bibliotheksgeschichte, Bayerischen Landesgeschichte sowie zur Geschichte Regensburgs

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