Bayerische Charakterköpfe

33 besondere Porträts
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Bayern im Buch-Rezension
Kurzbiografien von 33 außergewöhnlichen Persönlichkeiten.
Wozu braucht man heutzutage, im Zeitalter von Internet- Suchmaschinen, eigentlich noch ein Personenlexikon in gedruckter Form? Aber wenn es darum geht, nicht nur nüchterne Mitteilungen über Leben und Werk eines Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart zu erhalten, sondern diese Informationen von einem Autor zu bekommen, der nicht Fakten aneinanderreiht, sondern diese mit ebenso kenntnisreichen wie warmherzigen oder auch kritischen persönlichen Einschätzungen versieht, dann ist dieses biografische Lexikon wahrlich eine Fundgrube. In einer bunten Mischung versammelt Christian Feldmann hier - wie er sie etwas augenzwinkernd im Titel nennt - 33 "bayerische Charakterköpfe". Aber nicht nach Standeszugehörigkeit oder Berufen sind diese Biografien geordnet, sondern zum allergrößten Teil chronologisch nach den jeweiligen Geburtsdaten. Weshalb der "Märchenkönig" Ludwig II. beispielsweise seinen Platz zwischen dem Wildschützen Jennerwein und dem "Wasserdoktor" Sebastian Kneipp findet. Und dass gerade Franz-Josef Strauß als "Herkules ohne Selbstkontrolle" nach den einfühlsamen Porträts der Geschwister Scholl steht, ist natürlich auch dem jeweiligen Geburtsjahr geschuldet. Selbstverständlich ist die Auswahl der in diesem Personenlexikon aufgenommenen Männer und Frauen aus der Geschichte und der Politik, aus Kirche, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft sehr subjektiv, aber auf jeden Fall repräsentativ: Von Herzog Tassilo III. (um 741-796), dem Kaiser Karl der Große übel mitgespielt hat, bis zur beliebten Volksschauspielerin Ruth Drexel (1930-2009) reicht dieses Lexikon mit 33 einfühlsam beschriebenen, männlichen wie weiblichen "bayerischen Charakterköpfen". Ein breit einsetzbares weißblaues Nachschlagewerk.
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Artikelbeschreibung

Warum war Oskar Maria Graf alles andere als ein krachlederner Provinzdichter? Warum verbirgt sich hinter Karl Valentins irrwitzigem Nonsens die höchste Logik? Wie wurde der aufrechte Menschenfreund Ludwig Thoma am Ende zum Volksverhetzer? Warum bekam der Publikumsliebling Walter Sedlmayr eine so einsame Beerdigung? Wie kam es, dass der Machtpoker der Habsburger an der letzten bayerischen Kurfürstin Maria Leopoldine scheiterte? Wie rettete die Sozialpolitikerin Ellen Ammann die bayerische Demokratie - vorläufig - vor Hitler? Weshalb konnte Franz Josef Strauß nie Kanzler werden?<BR>Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Autor in insgesamt 33 spannenden, nicht selten überraschenden, oft herrlich amüsanten, manchmal auch schockierenden Reportagen aus 1300 Jahren bayerischer Geschichte und Kultur nach.<BR>

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