"Ich bleibe zurück wie eine Gefangene"

Elisabeth Christine und Friedrich der Große
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Buchprofile - Rezension
Das Schicksal der ungeliebten preußischen Königin Elisabeth Christine, der Gemahlin Friedrichs des Großen.
Wer war eigentlich die Frau an der Seite des Preußenkönigs Friedrich des Großen? Wie kommt es, dass heute so wenig von ihr im Gedächtnis der Allgemeinheit geblieben ist? Immerhin war Königin Elisabeth Christine aus dem Hause Braunschweig-Bevern die Cousine einer der mächtigsten Monarchinnen ihrer Zeit, der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, und die Tante der großen Anna Amalia, Herzogin von Weimar, die durch ihren viel gerühmten Musenhof das Interesse auf sich zog. Die renommierte Historikerin Karin Feuerstein-Praßer geht diesen Fragen nach und beschäftigt sich kenntnisreich mit dem Schicksal der ins Abseits gedrängten Königin. Wie viele fürstliche Ehen war auch die Heirat von Elisabeth Christine und dem jungen Kronprinzen Friedrich von Preußen eine arrangierte Ehe. Dennoch kann man im Falle Elisabeth Christines von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Der junge Friedrich begegnete seiner Frau jedoch nur mit höflicher Gleichgültigkeit, die später umschlug in Geringschätzung und Missachtung. In den letzten Lebensjahren Friedrichs verkehrten die Eheleute meist nur noch schriftlich, sahen sich höchstens fünfmal im Jahr bei öffentlichen Anlässen. Doch trotz der zahllosen Demütigungen blieb Elisabeth Christine ihrem Mann gegenüber stets loyal und liebte ihn über den Tod hinaus.
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Artikelbeschreibung

Friedrich der Große lehnte Elisabeth Christine (1715-1797), die schüchterne und etwas unbeholfene Welfenprinzessin aus dem Hause Braunschweig-Bevern, von Anfang an ab. Gleich nach seiner Thronbesteigung 1740 "verbannte" er sie nach Schloss Schönhausen und sah sie nur noch zu offiziellen Anlässen. Kinder gingen aus dieser Ehe keine hervor. Die abgeschobene Königin litt entsetzlich unter der Demütigung, zumal sie Friedrich liebte und ihn als "Phönix unserer Zeit" bewunderte."Karin Feuerstein-Praßer gelingt es durchaus, anhand der wenigen authentischen Quellen, in denen das traurige Verhältnis der Eheleute offengelegt wird, das Interesse an jener Zeit zu wecken (...)" - so Die Rheinpfalz zur ersten Auflage.

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