Rascha und die Tür zum Himmel

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Buchprofile - Rezension
Die Geschichte von Rascha, seiner Oma und Familie, seinen Freunden und der allerschönsten Fastnacht.
Rascha liebt seine Oma "Ima" über alles. Sie verbringt viel Zeit mit ihm und ist der "gute Geist" der Familie. Gibt es Streit, stellt sie eine große Schüssel des Familienlieblingsessens auf den Tisch und sagt: "So. Jetzt setzt euch hin und esst!" Und dann wird gegessen, bis die Stimmung wieder besser ist. Sie erzählt Rascha vom Opa Karl, der schon lange nicht mehr lebt, und von ihrer Liebesgeschichte, die einst zur Fastnacht begonnen hatte. Sie sorgt dafür, dass auch Rascha zum ersten Mal an der Fastnacht teilnehmen kann, die trotz einiger Hindernisse zur allerschönsten Fastnacht wird. Am Ende stirbt Ima, und Rascha weiß: Sie ist bei Karl im Himmel. Von ihr weiß er, dass "zur Fastnacht die Zeit stehen bleibt. Ohne Zeit ist der Weg in den Himmel ganz einfach." Und sie hat ihn gelehrt: Lachen und Weinen gehören zusammen und umgekehrt auch. Die Leserin fühlt sich stets mittendrin in dieser humorvoll und einfühlsam geschriebenen Geschichte, die - aus der Sicht von Rascha erzählt - immer dicht am Geschehen bleibt und nie den Faden verliert. Am Ende gibt es Trost und Verständnis. So lebendig wünscht man sich das Leben und allen Kindern auch. Ich möchte das Buch von Herzen empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Für Rascha ist Ima der liebste Mensch. Im Gesicht seiner Oma steckt immer ein Lächeln, auch wenn sie ernst guckt. Ima macht nicht viele Worte - und wenn, dann sind es Felsbrockensätze, so kraftvoll, dass keiner an ihnen vorbeikommt. Als Ima entscheidet, ins Seniorenheim zu ziehen, weil sie die Treppen nicht mehr schafft, kommt die Familie ziemlich durcheinander. Zum Glück ist das Heim nicht weit weg und hier geschieht ein kleines Wunder für Rascha: Er bekommt von Ima ein Narrenkleid für die Fastnacht geschenkt. Ein richtiges altes, wie es sie fast nicht mehr gibt! Direkt vor dem heiß ersehnten Fest erfährt die Familie, dass Ima sehr krank ist. Doch die sieht keinen Grund, Trübsal zu blasen. "Ihr feiert gefälligst die Fastnacht!", ist Imas Felsbrockensatz. Rascha erlebt seine erste Fastnacht als Narr - und was für eine! Dass Ima sich ausgerechnet an diesem Tag zu Opa Karle in den Himmel aufmacht, kann Rascha verstehen.

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Personeninformation

Julia Willmann, geboren 1973, schreibt für Kinder und Erwachsene. Ihre Texte wurden in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht, ehe 2017 ihr Romandebüt "was es ist" (fontis Verlag) erschien. Die Arbeit an "Rascha und die Tür zum Himmel" wurde 2018 mit dem Amanda-Neumayer-Stipendium gefördert. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit ist Julia Willmann in der Filmbranche tätig und entwickelt Serien und Filme für Kino und Fernsehen. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. Jens Rassmus, geboren 1967, studierte Illustration in Hamburg und Dundee/Schottland. Seit vielen Jahren illustriert und schreibt er Kinderbücher, für die er zahlreiche Auszeichnungen bekam. Für "King kommt noch" erhielt er 2018 den Kinderbuchpreis NRW (Text: Andrea Karimé, Peter Hammer Verlag). Jens Rassmus lebt mit seiner Familie in Kiel.
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