Silence

"Seine Sprachvirtuosität macht 'Silence' zu einem jener seltenen Bücher, die man unbedingt noch mal lesen möchte." Der Tagesspiegel
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Buchprofile - Rezension
Ein melancholischer Ich-Erzähler sucht Stille in einer lauten Welt.
Leise Töne und philosophische Klänge durchströmen den Roman des Schriftstellers und Musikkritikers Albrecht Selge, der in Heidelberg Germanistik und Philosophie studierte. Es geht um erdende Alltagserlebnisse mit den Kindern und der Ehefrau, beim Besuch des hinfälligen Vaters im Pflegeheim, auf dem Dorffest, auf Reisen, sowie auch im Theater und Konzert, die den Ich-Erzähler zu tiefgründigen Gedankenabschweifungen führen. Sinnieren über die vergehende Zeit, die kleinen und großen Abschiede mit damit einhergehenden Ängsten, über wohltuende Stille und quälenden Lärm treiben ihn um und lassen Überlegungen und Empfindungen im Zusammenspiel mit Kunst, Musik und Literatur entstehen. Auf 173 Seiten brillant geschrieben, steckt in dem schmalen Buch eine Fülle an Gedanken und Gefühlen, ein melancholisch tastendes In-sich-Hören und Wahrnehmen des Ich-Erzählers. Gern empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Abschiede, Neuanfänge, Geheimnisse: ein Mensch in der Mitte seines Lebens oder schon darüber hinaus. Während sein Vater im Sterben liegt, suchen er und seine Frau noch einmal unbeschrittene Wege, nicht nur in der Liebe. Ihre nicht mehr kleinen Kinder entfernen sich zusehends, müssen dabei um ihr eigenes gefährdetes Glück ringen. Alle Menschen sind hier einander unlösbare Rätsel und doch zugleich tief verbunden. Und Rätsel bleiben sie auch sich selbst. Was bleibt vom Gewesenen, wo wollen wir hin? In immer neuen Varianten und Anläufen umkreist «Silence» die einfachen und doch größten Fragen des Lebens. Der Erzähler sehnt sich nach der Schönheit der Stille und fürchtet sich vor dem Verstummen, vor dem Sturz ins endgültige Schweigen. Reisen führen ihn nach Bonn, Prag, Brüssel oder Teheran, zu einer Eremitin und ins eigene Innere, in magisch scheinende Vergangenheiten und in lustvolle Abgründe. Ein Roman voller Trauer und voller Hoffnung, voller Musik, Sehnsucht und Liebe, auch immer wieder von bizarrer Komik - dicht, gedankenscharf, persönlich.

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Personeninformation

Albrecht Selge, geboren 1975 in Heidelberg, studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und Wien. Sein begeistert aufgenommenes Debüt «Wach» (2011) wurde für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbour Front Literaturfestivals Hamburg ausgezeichnet. Die folgenden Romane «Die trunkene Fahrt» (2016), «Fliegen» (2019) und «Beethovn» (2020) wurden nicht weniger gelobt. 2022 erschien sein Jugendroman «Luyánta - Das Jahr in der Unselben Welt». Albrecht Selge lebt als freier Autor und Musikkritiker mit seiner Familie in Berlin.

Pressestimmen

«Silence» ist inwendig voller Klang, Stimmen und Gedanken ... auf weiten Strecken bei allem Ernst heiter und hell. Berliner Zeitung
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