Muss ich das gelesen haben?

Was in unseren Bücherregalen und auf Literaturlisten steht - und wie wir das jetzt ändern
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Buchprofile - Rezension
Lust am Lesen statt Frust im Literaturunterricht: Das kann gelingen, behauptet Teresa Reichl, wenn man die bestehenden Lektürelisten hinterfragt und überarbeitet.
"Was in unseren Bücherregalen und auf Literaturlisten steht – und wie wir das jetzt ändern". Mit diesem Untertitel bringt die Autorin - Germanistin, Kabarettistin und bekennender Literaturnerd - ihr Anliegen auf den Punkt: Der Kanon der festgelegten Werke, die an Schulen gelesen werden, sei patriarchal und diskriminierend geprägt und somit nicht mehr zeitgemäß. Dafür sollte er so divers wie möglich, intersektional und diskriminierungssensibel sein. Im Literaturunterricht müssten sich, so die Autorin, alle wiederfinden und auf viele andere Perspektiven einlassen. Diese werden in der von ihr erstellten Liste von Buchempfehlungen für einen alternativen Kanon, der die Gesamtbevölkerung abbildet, berücksichtigt. Ob die Autorin mit ihren Vorschlägen und Impulsen eine "Literaturrevolte" in Gang setzt, bleibt abzuwarten. Ihr Buch ist informativ, unterhaltsam, humorvoll und sehr salopp formuliert. Der Zielgruppe – angehenden Abiturientinnen und Abiturienten – könnte man allerdings eine etwas gepflegtere Ausdrucksweise zumuten und sich dadurch vom gängigen social-media-Sprachstil abheben. Für eine am Thema interessierte, woke und diskussionsfreudige gymnasiale Leserschaft gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

LITERATUR. KANON. REVOLTE! - DIE ZUKUNFT DES LESENS STEHT AUF FEMINISTISCHEN FÜSSENWie das Patriarchat über "wichtige" Literatur entscheidet, unsere Weltsicht prägt - und warum wir jetzt etwas dagegen tun müssenBeginnen wir mit einer beliebten Unwahrheit: Jugendliche wollen nicht mehr lesen. Absoluter Quatsch, sagt Autorin Teresa Reichl. Vielmehr ist es so: Wir müssen endlich mit den verstaubten Kanon-Listen und den ewig gleichen Autoren (!) aufräumen. Tun wir das nicht, gefährden wir die Zukunft des Lesens. Denn: Wie kann es sein, dass nur eine Perspektive zum Klassiker taugt? Wie sollen wir uns für Bücher begeistern, wenn Geschichten wieder und wieder und wieder aus einer ähnlichen Sicht erzählt werden? Wenn nur bestimmte Autoren (weiß, männlich, heterosexuell ...) als große Literaten gefeiert werden? Am besten haben wir keine Meinung zu Klassikern, die von der allgemeinen abweicht, und falls doch, sind wir vielleicht einfach nicht "intelligent" genug oder wir haben diese "hohe Kunst" einfach nicht verstanden. Woher das alles kommt? Welcome to patriarchy! Ja, das Patriarchat hat überall Einfluss - auch auf das, was und wie wir lesen. Es ist deshalb Zeit für den nächsten logischen feministischen Schritt: Die Literatur und ihre Geschichte werden umgeschrieben. Werden divers. Werden endlich korrigiert.Bam! Grundlagen, Alternativ-Kanon und geballtes Wissen: in verständlich und für alle!Eine neue Sicht auf Literatur ist möglich und notwendig. Das beweist Teresa Reichl, indem sie Basics zur Literaturgeschichte klärt, die bestehende Riege der Klassiker gründlich prüft und einen ausgewachsenen Alternativ-Kanon entwirft. Wofür? Um zu zeigen, dass es Bücher (ja, auch alte!) von Autor*innen gibt, von denen immer behauptet wird, sie hätten nichts geschrieben. Um endlich neue Stimmen erzählen zu lassen. Die Autorin macht deutlich, dass es eine Offenheit braucht, die neue Bücher im literarischen Kanon zulässt. Um Blickwinkel zugänglich zu machen, mit denen sich Jugendliche, aber auch Erwachsene identifizieren können. Das hier ist der Anfang einer Literaturrevolte. Wie sie aussehen könnte? Steht in diesem lehrreichen, wütenden und zugleich witzigen Buch.

Produktsicherheit

Hersteller: Haymon Verlag GesmbH
Anschrift: Erlerstraße 10
AT-6020 Innsbruck
Kontakt: office@haymonverlag.at

Personeninformation

Teresa Reichl ist Germanistin (inkl. Staatsexamen fürs Lehramt), Literaturnerd, Kabarettistin mit Solo-Programm, Youtuberin - und: Autorin. Als Slam-Poetin hat sie diverse Meisterinnentitel und Preise geholt. In 1-Minuten-Videos fasst sie Inhalte von Klassikern zusammen: humorvoll, informativ, sympathisch. Immer schon hat sie mit Lehrpersonen leidenschaftlich über Leselisten gestritten. Auf Instagram (@teresareichl), Tiktok und Youtube wird sie von mehreren Tausend Menschen gefeiert. Denn: Teresa Reichl geht den Erzählungen auf den Grund, die wir rund um die großen Autoren und ihre Bücher erschaffen haben. Ihr Ziel: Jugendlichen die Freude am Lesen zu vermitteln. Den literarischen Kanon diverser zu gestalten. Lehrkräfte dabei zu unterstützen, neue und andere Bücher in den Unterricht zu bringen. Und vor allem: Literatur endlich feministisch zu machen.www.teresareichl.com
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