Ich sage Hallo und dann NICHTS

Ein intensiv erzählter Jugendroman über die Begegnung und Freundschaft mit einer Persönlichkeit, die Viele ist. Ab 14 Jahren
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Buchprofile - Rezension
Hilft NICHTS VIEL oder die Suche nach Orientierung.
Der seit 2021 verliehene österreichische „Christine-Nöstlinger-Preis“ geht in 2023 an die renommierte Autorin und Theaterregisseurin Lilly Axster, die mit vorliegender Geschichte ein weiteres beachtenswertes Jugendbuch über pubertäre (geschlechtliche) Identitätsfindung, Freundschafts- und Familienbande vorlegt. Die 15-jährige Jecinta ist ein typisches Sandwich-Kind zwischen großer Schwester und kleinem Bruder und „bietet keinerlei Anlass zur Sorge“. Alles läuft unauffällig normal in ihrem Schul- und Familienleben, sie erscheint offen und unkompliziert. Aber sie hat es gründlich satt als Mittelkind im ewigen Mittelfeld. Sie will sich „neu erfinden“, wirft alles über Bord und will NICHTS mehr sein, tun und haben. Kein Gruppenzwang, keine Chats und Apps und Foren und keine angesagten Markenklamotten mehr: keine Anpassung. Selbst ihren Namen verkürzt sie auf J. Doch auch mit dieser Radikalkur ändert sich nicht viel, bis eines Tages Leonie in ihre Klasse kommt und die beiden Teenager vorsichtig Freundschaft schließen. Doch die neue Freundin, die in einer therapeutischen Wohngemeinschaft lebt, bleibt für Jecinta verwirrend mit ihren unterschiedlichen, wechselnden Persönlichkeiten. Da scheint NICHTS auf VIEL zu treffen. Als sich dann noch die Eltern von Jecinta trennen und die Familie sich in zwei Wohnungen aufteilen wird, kommt mehr Bewegung in ihr pubertäres Leben, als ihr lieb ist. – Einfühlsame Beschreibung einer verwirrenden Gefühlslage einer 15-Jährigen zwischen Umbrüchen bei Freund:innen und Familie auf der Suche nach Konstanten und Liebe.
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Artikelbeschreibung

Nichts trifft VielJecinta, 15, unauffällig, angepasst, kein Alleinstellungsmerkmal, das mittlere Kind, Eltern aus zwei Kontinenten, Afrobeat und Deutschrap, weder glücklich noch unglücklich, Kleidung am liebsten unisex, keine Klimaaktivistin aber gegen Plastikflaschen, kurz: ein einziges Dazwischen. So kann das nicht weitergehen. Wenn sich schon nichts im Leben tut, dann gleich ordentlich nichts. So lautet der Entschluss, selbst der Name muss dran glauben, wird zu einem Buchstaben verkürzt. J., englisch Jay also. Als Nichts tut sich auch nicht viel mehr im Leben, bis auf ein paar anstrengende Gespräche mit Eltern und Lehrenden. Aber mit einer knallgelben Jacke und einer Person darin, die seit Kurzem in der Klasse ist, ändert sich alles: Leo, kurz für Leonie. Eine Person, die überallhin zu passen scheint, die bestimmte Fragen stellt und andere nicht, die in der einen Situation erschrickt und in einer ähnlichen ein anderes Mal nicht. Eine Person, die Vieles in sich zu vereinen scheint - und dies auch tatsächlich tut, in einer WG lebt, Betreuer:innen hat, so einiges schon erlebt und überlebt hat. Ein Nichts trifft also auf ein Viel.Währenddessen zerbröselt zuhause ein für immer fix geglaubtes Gefüge - Trennung der Eltern, die ältere Schwester verkrümelt sich, der jüngere Bruder versucht auf seine Art, damit klarzukommen. Aus Nichts wird also Viel. Ein intensiver Jugendroman über Identität, Gemeinschaft, Familienfragen, Freundschaft und Liebe.Auszeichnung:Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024, Kategorie JugendbuchAusgewählt für die Leserstimmen 2024> https://www.leserstimmen.at/#aktuellesMit dem LesePeter Februar 2024 von der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW ausgezeichnet, siehe: https://www.gew.de/ausschuesse-arbeitsgruppen/weitere-gruppen/die-ajum/lesepeterDie Autorin erhält den Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder und Jugendliteratur 2023.

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Anschrift: Exlgasse 20
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Kontakt: buchverlag@tyrolia.at

Pressestimmen

Im Gespräch von Deutschlandfunk-Moderatorin Ute Wegmann und 3sat-Kulturzeit-Redakteur Michael Schmitt wird das Buch ganz wunderbar vorgestellt und analysiert (ab min. 11:30): https://www.deutschlandfunk.de/die-besten-7-im-september-dlf-9d3fbb96-100.html
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