Der blaue Himmel trügt

Erinnerungen an Diktatur und Krieg. Mit Aquarellen und Zeichnungen des Autors
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Buchprofile - Rezension
Reinhold Stecher erinnert sich in seinen Texten an die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die er als Soldat an der Ostfront erlebte.
Das Buch "Der blaue Himmel trügt" versammelt Texte des verstorbenen Innsbrucker Bischofs Reinhold Stecher. Sein Schulkamerad und langjähriger Freund Paul Ladurner hat sie zusammengetragen und in einem reich bebilderten Band veröffentlicht. Die Aquarelle und Zeichnungen, die das Buch schmücken, stammen ebenso von Reinhold Stecher. Die Texte spiegeln die Erinnerung des emeritierten Bischofs an die Zeit des Zweiten Weltkriegs wider. Stecher war 1939 gerade ins Priesterseminar eingetreten, 1941 kam er in Haft und diente bis zum Kriegsende als Soldat an der Ostfront. Immer wieder hat Stecher in Texten auf diese für ihn sehr bewegende Zeit zurückgeblickt. Die einzelnen Kapitel des Buches gehen den Weg nach von der Machtergreifung der Nationalsozialisten, über die Inhaftierung bis hin zum Dienst in Russland, Lappland und Norwegen. Kriegserlebnisse werden nicht nur geschildert, sondern auch reflektiert. Und immer wieder schimmert in den teils düsteren Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs der Glaube an den befreienden Gott durch, der ihm Kraft gab in dieser schweren und bedrückenden Zeit. - Ein lesenswertes Buch, das allen Beständen empfohlen werden kann.
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Artikelbeschreibung

Erinnern - gedenken - mahnenWie Bischof Reinhold Stecher die NS-Diktatur und den Krieg erlebt hatAchtzig Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ist und bleibt es geboten, die Erinnerung an die Gräuel und die Folgen des nationalsozialistischen Terrorregimes wach zu halten. Bischof Reinhold Stecher hat das als Zeitzeuge dieser "unseligen Zeit, die kein Altgold heroischer Verklärung verdient", immer wieder mahnend getan. Dieses Buch spannt den Bogen von der Pogromnacht des 9./10. November 1938 in Innsbruck bis zur Rückkehr Stechers nach Österreich im Herbst 1945. 1941 wurde er von der Gestapo verhaftet, 1942 als Funker eines Gebirgsjäger-Regiments bei Ramuschewo (Russland) verletzt und 1943 an der finnisch-russischen Grenze eingesetzt, ehe er nach tausenden Kilometern Rückzug im Fjord von Trondheim (Norwegen) das Kriegsende erleben durfte. In Stechers Erinnerungen reicht, wie er schreibt, "die Skala der wechselnden Gefühle von Entsetzen und Zorn über kritisches Bedenken und ehrfurchtsvoller Verneigung bis zur hoffnungsvollen Veränderung mit dem Blick auf die Verwirklichung einer Zivilisation der Liebe".Tipps: Zum Gedenken 80 Jahre Novemberpogrome (9.-10. Nov. 1938)Illustriert mit dem eindrucksvollen Zyklus "Mein Kreuzweg 1938-1945"Top-Autor: Gesamtauflage über 750.000 Exemplare

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Personeninformation

REINHOLD STECHER (1921-2013) war von 1981 bis 1997 Bischof seiner Heimatstadt Innsbruck. Er hat das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Tirol über Jahrzehnte mitgestaltet und sich stets für ein Klima der Toleranz und des Dialogs eingesetzt. Auch mit seinen Büchern und Bildern hat Bischof Stecher vielen Menschen Hoffnung geschenkt und sozial-karitative Projekte unterstützt.
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