
Artikelbeschreibung
Phänomenologie als praktische Philosophie - diese schon fast ketzerische These wird in dieser Untersuchung verteidigt. Obwohl die von Edmund Husserl entwickelte phänomenologische Methode zu Recht als sehr abstrakt gilt, birgt sie nämlich ein immenses Potential für das Verständnis der alltäglichen Lebenspraxis. Erst die Weiterentwicklung des nur theoretisch fruchtbaren phänomenologischen Entwurfs Husserls durch Martin Heidegger und dann vor allem durch den tschechischen Husserl-Schüler Jan Patocka brachte die Möglichkeiten der Phänomologie zur Entfaltung. Indem Patocka nämlich existenziales und dialektisches Gedankengut für eine Revision der Phänomenologie nutzte, gelang es ihm, das Konzept einer Philosophie der Praxis auf phänomenologischer Grundlage zu entwerfen.
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Personeninformation
Der Autor: Christian Rabanus, geboren 1970 in Fulda, studierte Philosophie, Physik und Pädagogik an den Universitäten Göttingen, Wien und Heidelberg. Dem ersten Staatsexamen in Heidelberg 1995 folgte die Promotion an der Universität Mainz 2000. Mehrere Forschungsaufenthalte führten ihn an das Jan-Patocka-Archiv in Prag. Arbeitsgebiete: Kant, Existenzphilosophie, Phänomenologie, Philosophie der Praxis. Derzeit arbeitet der Autor als EDV-Trainer in Wiesbaden.
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