Das Land im Winter

Roman - Shortlist Booker Prize 2025 - »Ein funklender Roman, aufgebaut wie ein Eisberg.« Berliner Zeitung.
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Buchprofile - Rezension
Zwei junge Paare im ländlichen England der Nachkriegszeit versuchen, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen.
England im Winter 1962/63: Ein historischer Kälteeinbruch lässt das Land unter einer dicken Schneedecke versinken. In dieser unwirtlichen Zeit leben der Landarzt Dr. Eric Parry mit seiner Frau Irene sowie Bill Simmons, ein Neu-Farmer, mit seiner Frau Rita am Rand eines kleinen Ortes. Beide Paare sind erst vor Kurzem aufs Land gezogen, fühlen sich dort aber noch nicht richtig zugehörig. Zudem erwarten beide Frauen ihr erstes Kind. Irene vermisst ihre Familie und das Leben in London und leidet unter der Untreue ihres Mannes. Eric hat eine Affäre mit einer verheirateten Frau. Gleichzeitig belasten ihn die Entfremdung von Irene und die Schuldgefühle wegen eines schwerwiegenden ärztlichen Fehlers, den er begangen hat. Bill, ein gescheiterter Oxford-Student, fremdelt mit seiner neuen Rolle als Farmer. Der überstürzte Kauf eines Milchbauernhofs erweist sich als folgenschwere Entscheidung, denn von Landwirtschaft versteht er wenig. Trotzdem träumt er davon, seinen Betrieb zu erweitern, und bemüht sich bei den Banken um Kredite. Rita, die früher als Tänzerin in einem Club in Bristol gearbeitet hat, fühlt sich ebenfalls am falschen Ort. Zudem fürchtet sie, der bevorstehenden Mutterschaft nicht gewachsen zu sein. Als heftige Schneefälle und extreme Kälte die Menschen zeitweise von der Außenwelt abschneiden, verschärfen sich die wirtschaftlichen Sorgen und die ehelichen Konflikte der beiden Paare dramatisch. – Andrew Miller zeichnet in seinem überzeugenden Roman den Mikrokosmos eines ländlichen Ortes im gesellschaftlichen Wandel der frühen 1960er Jahre. Der lange und strenge Winter bildet dabei die eindrucksvolle Kulisse. Mit großer Sensibilität führt der Autor seine Leser in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden unterschiedlichen Paare und erzählt atmosphärisch dicht von Liebe, Einsamkeit, enttäuschten Hoffnungen, Schuldgefühlen und persönlichen Krisen. Eine unspektakuläre, aber anspruchsvolle Geschichte, die lange nachwirkt und eine Bereicherung für jede Bücherei.
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Artikelbeschreibung

Von Liebe, Schuld und Einsamkeit in Zeiten des Umbruchs. Zwei junge Paare, deren Leben aus den Fugen gerät. Der gefeierte neue Roman von Andrew Miller. »Ein Buch, das durch Mark und Bein geht.« The Independent

England, Dezember 1962: Es ist der kälteste Winter des Jahrhunderts. Die Welt ist wie in Eis erstarrt. Der Arzt Eric Parry ist mit seiner Frau Irene vor Kurzem erst aufs Land gezogen. Die beiden erwarten ein Kind - und doch wächst die Distanz zwischen ihnen. Auch ihre Nachbarn Bill und Rita Simmons, Neuankömmlinge wie die Parrys, stecken in einer Krise. Bill, gescheiterter Oxford-Student, hat Schwierigkeiten, sich an das Leben auf dem Land zu gewöhnen, und Rita versucht, eine unrühmliche Vergangenheit hinter sich zu lassen. Während der Schnee unaufhörlich fällt, die Straßen unpassierbar macht und die Menschen in ihre Häuser verbannt, entladen sich die latenten Spannungen der beiden Paare. Nicht zuletzt wegen eines folgenschweren ärztlichen Fehlers, den Eric begeht.

Mitreißend erzählt Andrew Miller in seinem gefeierten Roman von Schuld und Begehren, Hoffnungen und Enttäuschungen - und von dem Wunsch auszubrechen aus einem Leben, das so erstarrt zu sein scheint wie die von Schnee und Eis bedeckte Landschaft.

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Personeninformation

Andrew Miller wurde 1960 in Bristol geboren. Er zählt zu den bedeutendsten britischen Erzählern. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet und in 36 Sprachen übersetzt. Mit den Romanen »Zehn oder fünfzehn der glücklichsten Momente des Lebens« sowie »Das Land im Winter« stand er auf der Shortlist des Booker Prize. Andrew Miller lebt heute in Somerset. Nikolaus Stingl übersetzt Literatur aus dem Englischen, u. a. von William H. Gass, Ben Lerner, Thomas Pynchon, Colson Whitehead und Emma Cline. Er wurde mit mehreren wichtigen Übersetzerpreisen ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Ein funkelnder Roman, aufgebaut wie ein Eisberg: Andrew Miller erzählt meisterhaft von der Abstoßung und Anziehung zweier Paare in der englischen Provinz« Berliner Zeitung, Cornelia Geißler
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