Mutter ohne Kind

Das Tabu Fehlgeburt und was sich ändern muss
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Buchprofile - Rezension
Tabuthema Fehlgeburt: Wie können Frauen damit umgehen, und was kann und muss sich verändern?
Die Journalistin Eva Lindner ist selbst von einer Fehlgeburt betroffen, so wie unzählige andere Frauen. Und doch wird darüber nicht geredet, ist das Thema schambesetzt und die Eltern erhalten kaum Raum zum Trauern. Und das, je mehr, je früher in der Schwangerschaft die Fehlgeburt stattgefunden hat. Nach dem Gesetz handelt es sich erst ab der 24. Schwangerschaftswoche bzw. ab 500 g Geburtsgewicht um eine Totgeburt. Erst dann besteht ein Anspruch auf Bestattung, gilt das neue Leben juristisch als Mensch. Lindner geht anhand von Fallbeispielen auf das ganze Spektrum rund um die Fehlgeburt ein: Der Kontrollverlust in der Entscheidung, wie das tote Kind zur Welt kommt; das oft bis ins hohe Alter unverarbeitete Trauma und die quälende Frage nach dem Warum, verbunden mit Schuldgefühlen; die mangelnde Forschung und die patriarchalische Dominanz in dem doch durch und durch weiblichen Thema. Sie beleuchtet auch die Trauer der Väter und die großen Ängste in Folgeschwangerschaften. Dies alles unterlegt sie mit wissenschaftlicher Forschung und Erfahrungsberichten betroffener Frauen. – Das Buch greift ein sehr wichtiges und zu wenig reflektiertes Thema auf und gehört damit weit verbreitet. Ab mittleren Beständen empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt - und niemand spricht darüber

Eva Lindner ist in der sechzehnten Woche schwanger, als sie ihr Kind verliert, vollkommen unvorbereitet. Ihre Geschichte findet sich tausendfach in Deutschland. Schätzungsweise jede dritte schwangere Frau erlebt eine Fehlgeburt. Trotzdem wird darüber kaum gesprochen. Stattdessen befeuern Mythen über die Ursachen von Fehlgeburten die Schuldgefühle und das Leiden der Frauen. Was muss sich ändern? Die Journalistin Eva Lindner hat mit Expert*innen und Betroffenen geredet und zeigt, wie wichtig es für uns alle ist, dass wir einen
Weg aus dem Schweigen finden.

Eine Fehlgeburt ist die häufigste Schwangerschaftskomplikation. Statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat - oder noch erleben wird. Warum kommt den meisten Betroffenen ihr Verlust dennoch wie ein katastrophaler Einzelfall vor? Die Journalistin Eva Lindner gibt Antwort: Weil wir nicht darüber sprechen. Fehlgeburten zählen zu den letzten Tabus in unserer Gesellschaft. Die Folge sind eine dürftige Studienlage, kaum Forschungsgelder, mangelnde medizinische Betreuung und fehlender rechtlicher Schutz für die Betroffenen. In ihrem Buch gibt Eva Lindner ihnen eine Stimme. Sie spricht mit langjährigen Hebammen, Gynäkolog*innen und Anwält*innen, zeigt Missstände auf und verdeutlicht die politische Relevanz von Schwangerschaftsverlusten. Sie stellt klar, was sich ändern muss, um einen längst überfälligen Diskurs in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen.

»Eva Lindner findet Worte für etwas, wofür es eigentlich keine Worte gibt. Und bricht mit einem der letzten Tabus unserer Zeit. Endlich.« Alexandra Zykunov, Autorin des Spiegel-Bestsellers Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!

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Personeninformation

Eva Lindner, geboren 1983, arbeitet als Journalistin u. a. für ZEIT WISSEN, DIE ZEIT und die Süddeutsche Zeitung. Sie ist Absolventin der Axel-Springer-Akademie, erhielt für ihre Reportagen mehrere Auslandsstipendien und berichtete u. a. aus Indien, dem Iran und Israel. Nachdem sie selbst eine Fehlgeburt erlitt, begann sie sich mit der gesellschaftlichen Tabuisierung auseinanderzusetzen. Eva Lindner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Valencia, Spanien.

Pressestimmen

»[Lindner leistet] dankenswerterweise einen wichtigen Beitrag, um einen überfälligen Diskurs in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen.« Katharina Kiening, pro Zukunft, Ausgabe 01/2025 Katharina Kiening pro Zukunft 20250101
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