Hass und Versöhnung

Ein ehemaliger Neonazi und eine Holocaust-Überlebende begegnen sich
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Buchprofile - Rezension
Für Emil werden die Gespräche mit Anne zum entscheidenden Impuls, seine Zukunft neu zu gestalten.
Emil findet in der neuen Stadt erst Anschluss, als er in Kontakt mit der rechtsextremen Musikszene kommt. Die Wut und der Hass in den Texten sprechen ihn enorm an und von den neuen Kameraden in der rechtsradikalen Szene erfährt er Anerkennung. Gewalt ist sein Mittel, um die rechtsradikalen Überzeugungen umsetzen. Nach der Haft-Entlassung lässt er sich auf ein Aussteigerprogramm ein, das ihm ein neues Leben ermöglichen könnte. Im Rahmen des Programms trifft er die 85-jährige Anne, die als Kind den Holocaust überlebt hat. Die Gespräche mit der Zeitzeugin veranlassen ihn, seine nationalsozialistischen Überzeugungen und Handlungen nicht nur in Frage zu stellen, sondern sie als falsch zu erkennen. - Wechselseitig erzählen Anne und Emil oder beide in 23 Kapiteln von ihren jeweiligen Lebenserfahrungen. Schonungslos und unsentimental bringt der Autor die beiden Leben zusammen. Ihm gelingt es, dass die Lesenden verstehen, was Emil zu einem hasserfüllten Jugendlichen werden ließ und auch, weshalb sich Anne bewusst gegen den Hass stellt. Die Geschichte der beiden ist authentisch, ihre Namen schützt der Autor mit einem Pseudonym. Sowohl in seiner inhaltlichen Gestaltung als auch in seiner Gesamtheit mit einem Vorwort des Autors, einem Epilog und einem ausführlichen Glossar überzeugt dieses bedeutungsvolle Buch.
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Artikelbeschreibung

'Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben.' Nelson Mandela

Emil ist wütend, dass er gegen seinen Willen umziehen muss. In der neuen Stadt lehnt der Jugendliche alles ab und zieht sich immer mehr zurück - bis ein Klassenkamerad ihm eine völlig neue Welt eröffnet: die Welt der rechten Musik. Die Texte voller Wut, Hass und Gewalt sprechen Emil aus der Seele. Über diesen Zugang rutscht er immer tiefer in die rechte Szene ab. Zusammen mit seinen Kameraden richtet er seine Wut gegen alle, die in seinen Augen anders und damit minderwertig sind. Seine zahlreichen Straftaten bringen ihn schließlich ins Gefängnis, was sich für Emil als große Chance erweist. Er nimmt an einem Aussteigerprogramm aus der rechten Szene teil und findet langsam den Weg zurück in die 'normale' Welt. Dabei hilft ihm die Begegnung mit einer Frau, die als Kind den Holocaust überlebt hat. Die Zeitzeugin Anne erzählt Emil von ihren Erfahrungen, die sie durch jene menschenverachtende Macht der Nationalsozialisten machen musste, die Emil einmal verherrlicht hat - und öffnet ihm damit die Augen.<BR><BR>Ergreifend, besonders, hochaktuell - ein ehemaliger Neonazi und eine Überlebende des Holocaust erzählen sich gegenseitig ihre Geschichte

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Pressestimmen

»Die Authentizität der Geschichte fesselt an diesem Buch[...]. Dadurch wird die Lektüre distanzloser: Man fühlt mit, ist fassungslos und wird wütend.« Berliner Morgenpost über »Hass und Versöhnung«
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