RAVNA - Tod in der Arktis

Nordic All-Age-Thriller. Nominiert für den Glauser Preis 2022 und den Buxtehuder Bullen 2021
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Buchprofile - Rezension
Arktis-Thriller um eine junge Ermittlerin, samische Kultur und Familienfehden.
Erster Praktikumstag bei der norwegischen Polizei in einem Dorf im Nirgendwo der Arktis. Ravna, 18 Jahre alt, wird mit einem Mord konfrontiert. Ein langsames Einfinden in Situation und Umgang mit skeptischen älteren und/oder männlichen Kollegen funktioniert hier nicht, entspräche allerdings auch nicht unbedingt Ravnas Charakter. Als junge Samin, die mit der Kultur ihres Volkes vertraut ist, entdeckt sie sogleich einen winzigen Hinweis an der Leiche, der auf einen samischen Ritus deutet. Die Kollegen wehren ab, aber Ravna lässt nicht locker. Auch nicht bei dem mürrischen Kommissar Rune Thor, der aus Oslo zur Lösung des Falles hinzugezogen wird. Die gemeinsame Ermittlung verläuft zwar aus unterschiedlichen Gründen sehr holprig, aber je weiter sie ermitteln, desto deutlicher wird, was das Mordopfer für ein Mensch war. Reich, mächtig und skrupellos. In jeder Hinsicht. Elizabeth Herrmann erzählt einen spannenden Thriller. Setting in ungewöhnlicher Umgebung der Arktis, kaum/kein Tageslicht, sperrige Figuren, die durch eigene Geschichten überzeugen und ein gutes Timing. Nebenbei ein interessanter Einblick in die samische Kultur, die nicht zuletzt bei Ravna eine Rolle spielt: "Was willst du eigentlich? Dass ich mein Herz und meine Gefühle an der Stechuhr abgebe? Wir alle sind Menschen, Thor! Wir haben Freunde, Familie, eine Herkunft. Die können wir nicht einfach vergessen." (S.405)
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Angelika Rockenbach empfiehlt:

Ein ungewöhnlicher Krimi vor der naturgewaltigen Kulisse eines arktischen Winters, der jugendliche Leser genauso faszinieren wird wie erwachsene Krimi-Fans. In der Nähe eines norwegischen Ortes jenseits des Polarkreises wird die Leiche des reichen Grundbesitzer Olle Trygg entdeckt. Der skrupellose Geschäftsmann hatte viele Feinde, vor allem bei den Samen, die er um ihre jahrhundertealten Weiderechte bringen wollte. Die samische Polizeipraktikantin Ravna steckt als blutige Anfängerin schon bald mitten in diesem rätselhaften Fall. Als sie Hinweise auf einen samischen Hintergrund der Mordtat findet, gerät auch sie in große Gefahr.

Artikelbeschreibung

Ein Mord in der Arktis, uralte Geheimnisse und eine starke Heldin zwischen Tradition und Moderne

Vardø, eine kleine Stadt weit über dem Polarkreis in der Arktis. Der Mord am reichen norwegischen Waldbesitzer Olle Trygg verstört alle, auch Ravna Persen, gerade frisch als Praktikantin bei der örtlichen Polizeidienststelle gelandet. Ravna hat keinen leichten Stand bei ihren Kollegen: Sie ist eine blutige Anfängerin, sie ist eine Frau und ... sie ist Samin. Keiner nimmt sie ernst, als sie am Tatort glaubt, Hinweise auf einen samischen Hintergrund der Tat zu finden - einen Strich in der Erde. Als kurz darauf der umstrittene Kommissar Rune Thor eintrifft, um den Fall zu übernehmen, spitzen sich die Konflikte zu. Doch Ravna weiß durch ihre Urgroßmutter Léna viel über die Geheimnisse der Samen - und darüber, dass der Strich auf ein uraltes Ritual hindeutet, mit dem die Wanderseelen der Toten daran gehindert werden sollen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Wer immer die Tat begangen hat, muss dieses Geheimnis kennen.Elisabeth Herrmann fesselt ein großes Publikum an ihre mitreißenden und atmosphärischen Thriller. Leser*innen erwarten starke Heldinnen, dunkle und mystische Fälle und intelligente Hochspannung. Alle Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.Alle Bände der RAVNA-Reihe:<BR>Tod in der Arktis (Band 1)<BR>Die Tote in den Nachtbergen (Band 2)<BR>Arktische Rache (Band 3)

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