Schwarzer September

Roman
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Buchprofile - Rezension
Strandbekanntschaft und erste Liebe des 12-jährigen Gigio zur 13-jährigen Astel in den 70er-Jahren. Der Terroranschlag im Olympischen Dorf in München 1972 bedrückt genauso wie der Mord an Astels Vater.
Die Sommerferien in Fiumetto an der Ligurischen Küste im Sommer 1972 drohen für den 12-jährigen Gigio langweilig zu werden. Ein wenig Abwechslung versprechen die Nachrichten über die Vorbereitungen auf die kommenden Olympischen Spielen in München und die Schachweltmeisterschaft zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski. Zum Glück taucht dann doch endlich die 13-jährige Astel auf, die Gigio aus dem letzten Jahr kennt. Zusammen übersetzen sie Songtexte von David Bowie und Cat Stevens und es knistert immer heftiger zwischen den beiden. Es könnte ein schöner, entspannter Sommer werden. Stattdessen braut sich ein schweres Unwetter über Gigio, Astel und ihren Familien zusammen. Das Unheil beginnt mit dem Anschlag der Terroristen des „Schwarzen September“ auf die israelische Olympiamannschaft, dann wird Astels Vater ermordet und infolgedessen platzt auch in Gigios Familie eine Bombe. – Von all dem erzählt der 50-jährige Gigio im Rückblick, froh darüber, dass er diese schwierige Zeit unbeschadet überstanden hat, auch wenn er seine erste Liebe nie wiedergesehen hat. – Ein warmherziger, unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman des zwei Mal mit dem Premio Strega ausgezeichneten italienischen Schriftstellers von einem Sommer, der alles veränderte.
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Artikelbeschreibung

Der neue, große Roman des Strega-Preisträgers Sandro Veronesi: Über Italien in den 1970ern und einen Sommer, der alles verändertFiumetto in der Toskana im Sommer 1972: Sind es anfangs der Kampf um die Schachweltmeisterschaft zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski und die kommenden Olympischen Spiele von München, die den zwölfjährigen Gigio interessieren, so ändert sich das schlagartig, als die dreizehnjährige Astel mit ihrer aus Äthiopien stammenden Mutter die benachbarte Strandkabine bezieht. Das Übersetzen von Songtexten bringt die belesene Astel und den pubertierenden Gigio zusammen; die Musik von David Bowie und Cat Stevens, der Geruch von Strand und Vinyl durchziehen das ganze Buch.Doch dann wird Astels Vater ermordet. Gigios Vater, ein Rechtsanwalt, soll die Verteidigung der verdächtigten Ehefrau übernehmen. Und in München verübt die Terrorgruppe »Schwarzer September« einen Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Sandro Veronesi wurde 1959 in Florenz geboren und lebt in Rom. 2006 wurde er für seinen später mit Nanni Moretti verfilmten Roman »Stilles Chaos« zum ersten und 2020 für »Der Kolibri« zum zweiten Mal mit dem Premio Strega ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung von »Der Kolibri« erschien 2021 bei Zsolnay, »Comandante« (2024), das er gemeinsam mit dem Filmregisseur Edoardo De Angelis schrieb, sowie 2026 der Roman »Schwarzer September«. Karin Krieger lebt in Berlin und übersetzt vorwiegend aus dem Italienischen und Französischen, darunter Bücher von Claudio Magris, Andrea Camilleri, Gianfranco Calligarich und Elena Ferrante. 2024 erhielt sie den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis.

Pressestimmen

"Dieser bis zur letzten Seite fesselnde Page-Turner ist die perfekte Strandlektüre für alle, die es auch auf dem Handtuch nicht zu idyllisch mögen.« Nina Apin, taz, 12.08.26 »Ein raffiniertes Szenario zwischen bittersüß-komischem Coming-of-Age-Roman, komplexem Krimi und scharfsinnig beobachtetem Gesellschaftskaleidoskop.« Christiane Pfau, Münchner Feuilleton, 01.07.26 »Nuanciert und ergreifend erzählt Sandro Veronesi von der Wucht der ersten Liebe.« Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 28.06.26 »Selten werden erzählerische Tempowechsel, das Ineinander von Intimität und Gesell-schaftspanorama, von kulturgeschichtlicher Genauigkeit und humaner Allgemeingültigkeit so klug ausbalanciert wie in dieser konzentrierten Erzählung.« Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 19.05.26
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