Ein schönes Ausländerkind

Roman
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Buchprofile - Rezension
Autofiktionaler Roman der bekannten TikTokerin und Kabarettistin über den Versuch ihrer aus Jugoslawien stammenden Familie, sich in Österreich zu integrieren.
Vater, Mutter und Kind fliehen aus dem zerfallenden Jugoslawien ins Exil nach Österreich und kommen in der trostlosen Wiener Neustadt an. Der Start ist holprig. Die Familie ist fleißig und bereit, sich anzupassen und alles Menschenmögliche zu tun, um ein gleichberechtigter Teil in der neuen Umgebung zu werden. Der Tochter gelingt die Anpassung, die Mutter, eine Apothekerin, putzt in österreichischen Häusern, lernt Deutsch und besteht Prüfungen, bis sie wieder in ihrem Beruf arbeiten kann. Nur der Vater versagt, sein Ingenieurdiplom wird nicht anerkannt, er lernt kein Deutsch und findet keine Arbeit, sodass er als Hausmann seine Tochter betreut. Dem „schönen Ausländerkind” fällt scheinbar mühelos zu, was dem resignierten Vater versagt bleibt: die Anerkennung. „Ich hatte meinen Teil des Integrationsversprechens eingehalten. Ich hatte den Ausländer in mir erfolgreich wegintegriert. Ich war weiß, christlich und aß gerne Schweinefleisch. Ich hatte immer nur gelernt oder gearbeitet ..., um zu beweisen, dass ich es auch wirklich verdient hatte, in Österreich zu leben. Ich hatte es geschafft … Ich war perfekt.” Aber glücklich ist sie nicht, sondern fragt sich, wie viel man von sich selbst aufgeben muss, um Teil der Mehrheitsgesellschaft zu werden. – Der autofiktionale Debütroman der TikTokerin führt mit bissigem Humor eine engherzige, rassistische Gesellschaft vor und erzählt sachlich und behutsam, was Krieg, Flucht und Unwillkommen-Sein Menschen antun. Der Schlusssatz ist erschütternd: „Was hat uns Österreich gekostet? Meinen Vater seine Stimme, meine Mutter ihre Lebendigkeit. Und mich? Meinen Vater”. Unbedingt lesenswert!
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Ina Winkler empfiehlt:

Durch Instagram und TikTok wurde sie bekannt: In ihrem autofiktionalen Debütroman erzählt die Satirikerin «Toxische Pommes» nun die Geschichte einer Familie, die vor dem Jugoslawienkrieg nach Österreich flieht und in Wiener Neustadt versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Während die Ich-Erzählerin überintegriert ist, gelingt es ihrem Vater nicht, Fuß zu fassen – er findet keine Arbeit, hat Schwierigkeiten mit der neuen Sprache, wird zum resignierten Hausmann und immer einsamer, unsicherer und verlorener. Genaue Alltagsbeobachtungen werden einfühlsam, ironisch und sehr berührend beschrieben. Der außergewöhnliche Roman einer originellen Autorin!

Ina Winkler, Buchhändlerin

Artikelbeschreibung

Der Debütroman von Toxische Pommes: »Diese Geschichten sind Pointen der Rührung, des Absurden, der politischen Erzählung. Und als Gesamtbild ein großes Glück.« SaSa StaniSic»Was hat uns das neue Leben gekostet? Meinen Vater seine Stimme, meine Mutter ihre Lebendigkeit. Und mich?«Vor dem Krieg in Jugoslawien flüchtet die Familie in ein Einwanderungsland, das keines sein möchte. Dieses Buch erzählt von der Beziehung zwischen einer Tochter, deren einziger Lebenssinn darin besteht, die perfekte Migrantin zu werden, und ihrem Vater, der sich bei dem Versuch, ihr das zu ermöglichen, selbst verliert.Erstmals gibt es die großartig lakonische Toxische Pommes in Romanform. Seit der Corona-Pandemie ist sie in den sozialen Medien mit satirischen Kurzvideos über die schönen und hässlichen Seiten der Gesellschaft erfolgreich, und seit kurzem steht sie mit ihrem Kabarettprogramm auch auf den analogen Bühnen.

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Pressestimmen

"Ein schöner, trauriger, herzensgenauer Roman über das Ankommen einer Familie, die aus dem zerfallenden Jugoslawien nach Österreich geflohen war. Ich habe noch kein Buch zuvor gelesen, in dem so genau beschrieben wird, was der Zwang zu dem, was wir »Integration« nennen, in den Seelen der Zugezogenen anrichtet." Volker Weidermann, Die Zeit, 05.02.25 "Dieses Buch solltet ihr 2024 unbedingt gelesen haben ... so mitreißend und authentisch ... unglaublich herzzerreißend schön und traurig!" Volker Weidermann "Toxische Pommes zeigt ihren Landsleuten, dass es sich lohnen könnte, der anderen Seite Aufmerksamkeit zu schenken." Hannes Hintermeier, FAZ, 16.04.24 "Das Buch beschreibt schonungslos, wie Identitäten sich in der Fremde verändern. Das ist mal lustig, mal schmerzhaft - und so lebendig geschrieben, dass man die Figuren dieses Buchs so schnell nicht vergessen möchte." Julia Hackober, stern, 21.03.24 "Dieser Roman ist ein Glück. Das lakonische Erzählen, nie wehleidig oder pathetisch, ist rührend - mit Haltung." Nora Zukker, Tages-Anzeiger, 21.03.24 "Ein richtig schöner und anrührender Roman!" Daniel Kaiser, NDR2, 21.03.24 "Eine einfühlsame, aber auch humorvoll schmerzhafte Erzählung über eine Familie, die in Österreich Schutz sucht, sich dabei aber beinahe verliert." Kristine Harthauer, SWR2, 19.03.24 "Besticht durch radikale Ehrlichkeit ... Ein wunderbares Debüt!" Marie-Luise Goldmann, Literarische Welt, 17.03.24 "Die Autorin schafft den Balanceakt zwischen unmittelbarem Erleben und Reflexion, zwischen Lakonie und Schmerz." Susanne Romanowski, F.A.S., 17.03.24 "Irinas Worte haben Gewicht, sie setzen ein Zeichen gegen das Narrativ zur Integration unwilliger Menschen, das keinen Raum für individuelle Lebensläufe lässt." Allegra Mercedes-Pirker, ORF, 16.03.24
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