Schach-Euphorie

Warum das königliche Spiel uns immer wieder neu begeistert | Alles über Schach vom Chess.com-Experten
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Buchprofile - Rezension
Das Buch geht auf die unterschiedlichsten Aspekte eines Spiels ein, das die menschliche Kultur seit über 1500 Jahren bereichert.
Peter Doggers beschreibt, wie unterschiedliche Kulturen sich zu unterschiedlichen Zeiten das Spiel der Könige angeeignet haben aber auch, wie das berühmte Brettspiel in Büchern und Filmen verarbeitet wurde. Spannend ist auch die Frage, weshalb Frauen bei Schachturnieren unterrepräsentiert sind. Doggers tritt dem Vorurteil entgegen, dass es wissenschaftlich bewiesen wäre, dass Frauen aufgrund unterschiedlicher Gehirnaktivitäten für das Schachspielen weniger geeignet seien. Andere Gründe sind hier wohl stichhaltiger, etwa die mangelnde Chancengleichheit. In den Fokus genommen wird auch das Thema KI. Die Qualität von Computern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Sie zeigen sich den menschlichen Fähigkeiten meist überlegen und werden nicht nur von Profis auch zur Vorbereitung auf Turnieren benutzt. Trotzdem bleibt die Faszination des Spiels wohl die eines geistigen Wettkampfes zwischen Menschen – und nicht die Leistung einer Maschine. Natürlich enthält das Buch auch kurze Biografien der größten Stars wie Bobby Fischer oder Garri Kasparow. – Ein Buch für alle, die sich für die Hintergründe dieses langlebigen Phänomens interessieren, das auf vielfache Weise in unseren Alltag eingesickert ist.
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Artikelbeschreibung

Wie Schach beliebter wurde als je zuvor

Schach hatte lange Zeit ein altmodisches Image und wurde mit bebrillten, schüchternen Männern und exzentrischen russischen Genies in Verbindung gebracht. Heute jedoch liegt Schach mehr denn je im Trend und ist überall: 10 Millionen Menschen spielen täglich online Schach, es ist als feministischer Serienhit bei Netflix eingezogen, und in den Mainstream-Medien wird heftig diskutiert, ob Newcomer Hans Niemann gegen das Schach-Genie Magnus Carlsen geschummelt hat. 

Dieses neu erreichte Hoch an Begeisterung nimmt der profilierte Schach-Journalist Peter Doggers zum Anlass, die erstaunliche Geschichte des Brettspiels und seiner Figuren zu erzählen - und dringende Fragen zu seiner Rolle im 21. Jahrhundert zu stellen: Welche Individuen haben das Spiel zu dem gemacht, was es heute ist? Wie hat Schach die Erforschung künstlicher Intelligenz vorangetrieben? Warum waren die meisten berühmten Spieler Männer, und wie wird in der Schachwelt mit Rassismus umgegangen?  

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Personeninformation

Peter Doggers (1975) ist international gewerteter Schachspieler, Direktor für Nachrichten und Veranstaltungen beim Marktführer im Online-Schach, Chess.com, und - laut Leonard Barden vom Guardian - "weithin als der beste Schachjournalist der Welt angesehen". Er spielt seit zweiunddreißig Jahren Schach und berichtet seit über siebzehn Jahren darüber. Er hat Dutzende von Großmeistern interviewt, Basketball mit Magnus Carlsen gespielt und Garry Kasparov am Grab von Bobby Fischer interviewt. Kurzum, er ist einer der am besten vernetzten und bekanntesten Menschen in der heutigen Schachwelt.

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