Zwischen Hass und Haltung

Was wir als Migrationsgesellschaft lernen müssen | Vom gelingenden Zusammenleben nach dem 7. Oktober
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Buchprofile - Rezension
In der Migrationsgesellschaft sollten alle Identitäten lernen, aufeinander zuzugehen.
Der Autor Dervis Hizarci, geb. 1983 in Berlin – seine Familie stammt ursprünglich aus Zentralanatolien –, leitet seit langem die "Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus" ("KIgA"). Er setzt sich unermüdlich für das gegenseitige Näherkommen und Verständnis in unserem Lande ein und wurde dafür auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Diese Einstellung will Hizarci allerdings nicht nur vielen Berlinern und "Neu-Berlinern" vermitteln, sondern ebenso den Lesern dieses Buches. Möglichst viele sollten in der breiten Vielfalt neugierig aufeinander sein, sich kennenlernen wollen, dann würden – manchmal schnell, manchmal nach längeren Mühen – Vorurteile abgebaut werden; und so und so oft kann es passieren, dass man sich ähnlicher ist, als man je dachte. Es gibt enorm viele Impulse in den verschiedenen Kapiteln: Was tut ein Deutscher für die Integration von Migranten, was tun sie selbst? Schweige nicht, wo ein Mensch leidet! Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals den Unterdrückten. Muslime sind nicht bessere oder schlechtere Menschen als Juden oder Christen. "Meine Religion ist nicht besser als andere", sagt Hizarcis Mutter, "ausschlaggebend ist der Charakter." Mit seiner Einstellung, die er auch lebt, ist der Autor mit vielen Menschen aus unterschiedlichsten Gruppierungen vernetzt. Seine guten Kontakte helfen ihm immer wieder, dort, wo er um Rat und Hilfe gefragt wird, zu vermitteln. – In aller Kürze: Ein wirklich wichtiges, aufmunterndes Buch für Menschen in Berlin, in Bayern, in ganz Deutschland und auf der ganzen Welt.
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Artikelbeschreibung

Als Vorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus erlebt Dervis Hizarci das, was nach den Ereignissen des 7. Oktober in Deutschland in Gang gesetzt wird, aus einer besonderen Perspektive. Seit Jahren kämpft er für gelebte Vielfalt, gegen Hass in Bildung und Schule in einem Land, das sich endlich als Migrationsgesellschaft zu verstehen beginnt, doch nun drohen wieder - genau wie nach dem 11. September - die altbekannten Gefahren: Vereinfachungen, Anschuldigungen, das Auslagern der Schuld, die gedankenlose Ausgrenzung seitens der Mehrheit. Wieder muss er sich stellvertretend für so viele einen Weg bahnen zwischen Hass und Haltung, muss ganz praktisch helfen dabei, die heftig auseinandertreibenden Emotionen und Identitäten zu versöhnen, um das Lernen zu ermöglichen und das Erinnern nicht zu gefährden.

Zwischen Hass und Haltung erzählt von einer besonderen Bildungsreise. Sie beginnt im postmigrantischen Berlin zu einer Zeit, in der jemand wie Dervis Hizarci schmerzend selbstverständlich nicht dazu gehört. Und sie führt ihn schließlich in die Verantwortung, die Bedingungen für ein gelingendes, vielfältiges Zusammensein jeden Tag neu zu formulieren.

»Dervis schafft es, das Ich und das Wir so miteinander zu verbinden, dass man sich gesehen und gehört fühlt und daraus die Energie entwickelt, Brücken zu bauen zu anderen. Nur in dieser Ich-Wir-Verbindung wird das Gemeinsame auf Dauer gelingen. Ich bin froh, dass es Menschen wie Dervis gibt, die sich mit so viel Herz und Intelligenz dafür einsetzen.« Igor Levit

Produktsicherheit

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Personeninformation

Dervis Hizarci, geboren 1983 in Berlin, leitet seit 2015 als Vorstandsvorsitzender die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA). Er arbeitete als Lehrer, war Aufsichtsratsvorsitzender der Türkischen Gemeinde zu Berlin und Antidiskriminierungsbeauftragter der Berliner Senatsverwaltung. Seit 2019 sitzt er im Beratungskreis des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus. Für sein Engagement in der Einwanderungsgesellschaft bekam er die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland aus den Händen von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen. In Interviews und Beiträgen in der Jüdischen Allgemeinen, der taz, der Süddeutschen Zeitung meldet sich Dervis Hizarci regelmäßig als Experte zu Wort. Als leidenschaftlicher Fußballer spielt er in der dritten Herrenmannschaft von Makkabi Berlin.

Pressestimmen

»Ein Buch, das nicht nur Verantwortliche in Politik und Gesellschaft nachdenklich stimmen sollte.« Susanne Memarnia taz. die tageszeitung 20241107

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