Generation Angst

Wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen | Der 'Spiegel'-Bestseller
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Buchprofile - Rezension
Die negativen Folgen der virtuellen Welt für Heranwachsende.
In den Jahren zwischen 2010 und 2015 hat sich das Lebensgefühl der Heranwachsenden, vor allem der Mädchen, mit der Zunahme von Angst, Depression, Selbstverletzung und Suizid dramatisch verändert. Die Ursachen dafür, durch zahlreiche Untersuchungen und Studien belegt, sieht der Sozialpsychologe in der Ausbreitung der Smartphones, Social Media-Plattformen und der Selfie-Kultur, die eine spielbasierte Kindheit durch eine smartphonebasierte Kindheit abgelöst haben. Mit vielen Beispielen beschreibt er, was Kinder für eine gesunde Entwicklung bräuchten, was aber durch die neuen Medien, welche soziale Deprivation, Schlafmangel, Fragmentierung der Aufmerksamkeit und Abhängigkeit verursachen, verhindert wird. Eindringlich zeichnet er die negativen Folgen und deren Auswirkungen für Mädchen und Jungen. Um dies wenigstens teilweise rückgängig zu machen, zeigt er, was Regierungen, Tech-Unternehmen, Schulen und Eltern tun könnten, um die Kinder und Jugendlichen aus der virtuellen Welt zurückzuholen. Das faktenreiche, sehr lesenswerte Buch hat zwar die amerikanische Situation zur Grundlage, die entscheidenden Ursachen und Überlegungen sollten auch für deutsche Leser von großem Interesse sein.
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Artikelbeschreibung

Die deutsche Ausgabe des 'New York Times'-Nr.-1-Bestsellers 'The Anxious Generation'Drei technologische und mediale Megatrends bestimmten die frühen 2010er-Jahre: Smartphones, Social-Media-Plattformen und die Selfie-Kultur. Das Ergebnis: Eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen verwendete mehrere Stunden am Tag darauf, durch die Beiträge von Influencer:innen und mehr oder weniger fremden Nutzer:innen zu scrollen, statt sich mit Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld auseinanderzusetzen, mit ihnen zu spielen, zu sprechen oder auch nur Blickkontakt aufzunehmen. Die Mitglieder der Generation Z, die als Erste ihre Pubertät mit den neuen Medien in der Tasche durchlebten, wurden so zu Testpersonen für das Aufwachsen in einer radikal umgestalteten, zunehmend digitalen Umgebung.Die Folgen dieses Experiments waren, wie Jonathan Haidt auf Grundlage umfangreichen Datenmaterials zeigt, katastrophal - und sie betreffen auch die heute Heranwachsenden. Die schnellste und allumfassendste Neuverdrahtung menschlicher Beziehungen führte dazu, dass sich die mentale Gesundheit der Kinder und Jugendlichen rapide und dauerhaft verschlechtert hat. Dieser Entwicklung müssen wir jetzt entgegentreten: Haidt erklärt, was Regierungen, Schulen und Eltern tun können, um Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

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Pressestimmen

Haidt zeigt auf, wie das Smartphone samt sozialer Netzwerke und Selfie-Kultur die Psyche der Generation Z deformiert hat - und dass es lebensrettend ist, den Kontakt zur realen Welt nicht zu verlieren. Focus 20240816
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