See der Schöpfung

Roman | Ausgezeichnet mit dem SPIEGEL-Buchpreis 2025
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Buchprofile - Rezension
Eine Ex-Agentin taucht als verdeckte Ermittlerin in eine Gruppe von Umweltaktivisten ein, um aus der Gemeinschaft heraus eine Straftat zu organisieren.
Eine ehemalige FBI-Agentin infiltriert unter dem Decknamen Sadie Smith für einen unbekannten Auftraggeber eine Gruppe von Umweltaktivisten, die in der Guyenne, im Süden Frankreichs, eine landwirtschaftliche Kommune gegründet haben. Angeführt werden die Kommunarden von Pascal Balmy, einem bekannten Aktivisten. Ein alter Freund von Pascal, Lucien, mit dem Sadie eine Beziehung eingegangen ist, hat den Kontakt hergestellt. Als der Politiker Platon eine Landwirtschaftsmesse in der Guyenne besucht, will Sadie seine Ermordung organisieren, doch am Ende kommt er bei einem Unfall ums Leben. – Die Figuren dieses Thrillers sind authentisch ebenso wie die menschlichen Beziehungsgeflechte, denen Kushner nachspürt. Der Zynismus der Hauptfigur, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, erstickt jede moralische Betrachtungsweise und fokussiert die Geschichte auf Sadies Auftrag. Die E-Mails von Bruno hingegen, einem ehemaligen Guru der Aktivisten, der zeitweise in einer Höhle lebt, durchbrechen immer wieder die Handlung und schaffen Raum für Reflexionen über die Ursprünge der menschlichen Spezies und die Konditionen ihres Daseins. Diese Einsichten sind es auch, die Sadie schließlich den Entschluss fassen lassen, ihr Leben zu ändern.
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Artikelbeschreibung

Ausgezeichnet mit dem SPIEGEL Buchpreis 2025

Sadie Smith - 34, skrupellos, verführerisch, ehemalige FBI-Agentin - wird von einem namenlosen Auftraggeber in eine entlegene Gegend in Südfrankreich geschickt. Ihr Auftrag: Sie soll eine Kommune anarchistischer Umweltaktivisten infiltrieren, die im Verdacht steht, Anschläge verübt zu haben. Sadie blickt zunächst mit Verachtung auf die Idealisten und die französische Provinz mit ihren verschlafenen Dörfern und Höfen. Doch dann gerät sie in Kontakt mit Bruno Lacombe, dem Vordenker der Gruppe. Bruno lehnt die Zivilisation ab, er lebt in einer Neandertalerhöhle und sieht die Rettung der Menschheit in der Rückwendung zu ihren Ursprüngen. Die Auseinandersetzung mit ihm lässt Zweifel in der eigentlich so abgebrühten Sadie keimen, und sie, die die Fäden in der Hand zu halten glaubte, gerät mehr und mehr in seinen Bann.

Eine provozierende Agenten-Story im Spannungsfeld von Gesellschaftskritik, Aktivismus und Politik.

«Das Elektrisierende an diesem Roman ist die Verknüpfung von aktueller Politik mit einer dunklen Gegengeschichte der Menschheit. Kushners aufregende Ideen haben uns mitgerissen. Der ganze Roman ist ein tiefgründiger, unwiderstehlicher Pageturner.» Die Booker-Prize-Jury

«Rachel Kushner erfindet den Spionageroman auf coole, hochintelligente Weise neu.» Hernán Díaz

«Rachel Kushner ist die aufregendste Autorin ihrer Generation.» Bret Easton Ellis

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Personeninformation

Rachel Kushners Romane Flammenwerfer (2015), Telex aus Kuba (2017) und Ich bin ein Schicksal (2019) waren New-York-Times-Bestseller. Für ihr Werk wurde sie mit dem Prix Médicis ausgezeichnet und war für den Booker Prize, den National Book Award, den National Book Critics Circle Award und den Folio Prize nominiert. Ihre Bücher sind in 27 Sprachen übersetzt. Rachel Kushner lebt in Los Angeles. Zuletzt erschien von ihr der Essayband Harte Leute (2022).

Bettina Abarbanell, geboren in Hamburg, lebt als Übersetzerin - u._a. von Rachel Kushner, Jonathan Franzen, Denis Johnson, Jane Campbell, Rebecca Makkai und James Baldwin - in Potsdam. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis.

Pressestimmen

"Agententhriller, Neandertaler-Utopie, Feminismus - ein großes Lesevergnügen." Ariane Heimbach brigitte.de 20250729
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