Papenburg

Roman | Nach seinem SPIEGEL-Bestseller »Schönwald« erzählt Philipp Oehmke die Geschichte der Papenburgs
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Buchprofile - Rezension
Eine Familiengeschichte zwischen Deutschland und den USA.
Im Roman „Papenburg“ werden die individuellen Schieflagen der Mitglieder einer Familie zwischen Deutschland und den USA ausgeleuchtet. Philipp Oehmke zeigt erneut sein Talent, deutsche Gefühlslagen auszuloten, und lässt Lesende den Schweißgeruch eines Kölner Vororttennisclubs der 1980er, den Mief von Haight-Ashbury der frühen 2000er und den Smog New Yorks in den 2020ern wahrnehmen. Nebenbei zeigt er ein Porträt der USA der zweiten Amtsperiode von Domald Trump und entlarvt die Visionslosigkeit der sogenannten „Tech Bros“. Mit „Papenburg“ knüpft Oehmke an seinem Romanerfolg „Schönwald“ (BP/mp 23/1015) an und schildert diesmal die Lebenswelten der Schwiegerfamilie Papenburg: die seit den einsamen Erziehungsjahren in einem fremden Land alkoholkranke Mutter, den nach Jahrzehnten der Unnahbarkeit nun nach Emotionen suchenden Vater und die sich einst selbst überlassene Tochter, die aus ihrem Eigenheimleben mit zwei Kindern in der Uckermark ausbricht und in den USA einen Neuanfang sucht. Auch die Schönwalds kommen nicht zu kurz: sie werden für ein gemeinsames Weihnachtsfest eingeflogen. Statt aber die Familie zusammenzubringen, reißt die Feier alte Wunden auf. – Auch wenn die Figuren der Papenburgs etwas überzeichnet sind, packt einen der Roman und Lesende hoffen mit allen Familienmitgliedern. Das eigentliche Highlight des Romans aber sind die dargestellten Perspektiven auf die Gegenwart der USA und der gesamten westlichen Welt. Oehmke gelingt es hervorragend, das Ohnmachtsgefühl angesichts der gegenwärtigen politischen Entwicklungen darzustellen und Ursachen auszuloten.
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Artikelbeschreibung

Eine Familie zwischen Liebe und Egoismus

Emilia Papenburg hat ihren Mann Benni verlassen und ist mit den Kindern nach New York gegangen. Ein Neubeginn ohne Familie, an der sie gescheitert zu sein glaubt, genau wie schon ihre eigenen Eltern. Doch vielleicht irrt Emilia sich. Denn ihr Vater und ihre so lange verschollene Mutter wollen um jeden Preis die Familie zusammenbringen. Sie ertragen gegenseitige Verletzungen und enttäuschte Hoffnung für Momente klaren Glücks. Emilias Mann Benni ist da schon einen Schritt weiter: Er stellt seine Freiheit über die Illusion familiärer Notwendigkeiten.

»Papenburg« ist das schillernde Porträt unserer verunsicherten westlichen Gesellschaft und einer Schar verzweifelter und erfindungsreicher Menschen auf der Suche nach Sinn und Vergebung.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Philipp Oehmke, Jahrgang 1974, war viele Jahre Korrespondent des SPIEGEL in New York und leitet heute in Berlin das Kulturressort des Magazins. 2014 erschien seine brillant erzählte Biografie der Toten Hosen, »Am Anfang war der Lärm«. 2023 veröffentlichte er den vielbeachteten Gesellschaftsroman »Schönwald«, 2026 folgte sein zweiter großer Generationenroman »Papenburg«.

Pressestimmen

»Über Sinnsuche und die Herausforderung des Reichseins hat der Schriftsteller und Journalist Philipp Oehmke einen lesenswerten Roman geschrieben.« ZDF - Aspekte 20260911
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