Der Wald der Zukunft

Ein Förster berichtet vom Kampf um unsere Bäume | Der Umgang mit dem Wald im Klimawandel
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Buchprofile - Rezension
Ein Revierförster beschreibt unseren Wald in der Vergangenheit, mit den Schwierigkeiten der Gegenwart und in der Zukunft.
Die Geschichte des Waldes ist gleichzeitig die Kulturgeschichte des Menschen. Der Wald war und ist Lebensgrundlage des Menschen, nicht nur von seinen Auswirkungen auf das Klima her, sondern er ist auch heute noch wirtschaftliche Grundlage für einen großen Teil der Weltbevölkerung. Martin Janner (Jg. 1969) ist seit Jahrzehnten Förster in einem Revier von 1500 Hektar, das in Sichtweite des Loreleyfelsens liegt, er beschreibt den Zustand des Waldes jetzt und was zu tun ist bis zum Jahr 2100. Bis Anfang der 90er Jahre gab es keine wesentlichen Veränderungen bei Temperatur und Niederschlag. Seitdem hat der Klimawandel nach und nach den Wald massiv verändert. Die Hitzesommer und die Trockenheit von 2018 bis 2022 haben ein Fünftel der von Janner betreuten Waldfläche zerstört. Für ihn gibt es keinen Zweifel, dass der Mensch aktiv werden muss. Es ist zu spät, um auf die Selbstheilungskräfte des Waldes zu hoffen. Förster müssen in längeren Zeiträumen denken. 80 Jahre sind für sie ein mittelfristiges Ziel. 40 Baumarten gibt es in seinem Revier. Nicht alle Baumarten sind für die Zukunft geeignet. Ein Kahlschlagverbot, d.h. das Fällen gesunder Bäume, ist erforderlich. Biotopbäume und Rückhaltebecken für das Wasser sollten angelegt werden. Das Buch bietet eine Fülle von Detailinformationen. Die Fakten sind sorgfältig recherchiert, das statistische Zahlenmaterial ist überzeugend und das alles wird gut, verständlich und spannend formuliert. Die jahrzehntelange Erfahrung als Revierförster macht Janner zu einem überzeugenden Fürsprecher des aktiven Eingreifens in die Waldentwicklung ohne ideologischen und politischen Ballast. Ein durch und durch empfehlenswertes Buch nicht nur für Naturinteressierte.
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Artikelbeschreibung

Den Wald verstehen und schützen
Förster Martin Janner beobachtet seit 25 Jahren, wie unsere Bäume Opfer des Klimawandels werden. Durch abgestorbene Fichtenwälder entstandene Freiflächen machen klar: Es müssen jetzt Entscheidungen getroffen werden. In seinem Buch erzählt er, wie sich die Klimaveränderung auswirkt und mit welchen Maßnahmen wir den Wald widerstandsfähig machen. Denn ohne den Wald fehlt uns nicht nur ein bedeutender CO2-Speicher und Erholungsort, gerade als Rohstofflieferant ist er in der heutigen Zeit keineswegs zu unterschätzen.

Die Zeichen stehen auf Dunkelrot, aber das Bemühen um unsere Bäume lohnt sich! 

Gewinner des Deutschen Waldpreises in der Kategorie »Förster des Jahres«

Produktsicherheit

Hersteller: Piper
Anschrift: Georgenstr. 4
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Kontakt: info@piper.de

Personeninformation

Martin Janner, geboren 1969 in Oberhessen, leistete nach dem Abitur zunächst seinen Wehrdienst bei der Bundesmarine ab, bevor er sein duales Studium der Forstwirtschaft mit der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz begann. Anschließend studierte er zwei Jahre lang an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar und arbeitete danach zunächst als Büroleiter bei der Forstverwaltung. 1997 übernahm er sein jetziges Forstrevier, welches sich im Laufe der Jahre im Zuge von Umstrukturierungen auf rund 1.500 ha vergrößerte. Dort betreut er gemeinsam mit seinem Team (4 Forstwirte & 2 Auszubildende) ausschließlich Wald, der sieben verschiedenen Dörfern gehört. Die ihm anvertrauten Wälder versucht er naturgemäß zu bewirtschaften, er betreibt zusätzlich seit 2003 einen regionalen Holzenergiehof und hält seit einigen Jahren auch zwei Kaltblutpferde, die ihn bei der Arbeit im Wald unterstützen.

Im Jahr 2023 wurde Martin Janner mit dem Deutschen Waldpreis in der Kategorie »Förster des Jahres« ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Der Charme von Janners kenntnisreichem Buch ist seine angenehme Lesbarkeit. Bei aller Dringlichkeit seines Anliegens kommt er ohne messianische Töne aus. Und es klingt sympathisch, respektvoll und voller Zuneigung, wenn er die Baumarten seiner Wahl auf ihre Tauglichkeit für einen Wald der Zukunft durchmustert.« Frankfurter Allgemeine Zeitung 20230731

Bewertungen

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