Dickens und Prince

Unvergleichliche Genies
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Buchprofile - Rezension
Licht- und Schattenwurf des künstlerischen Ruhms: Nick Hornby porträtiert den viktorianischen Romancier Dickens und den amerikanischen Rockstar Prince.
Erfolgreiche Künstler wollen nicht nur geschätzt, sondern gelesen, gehört, geliebt sein. Das ist der Fall bei Prince und Dickens: Der britische Schriftsteller Nick Hornby entdeckte beide Ende der 1970er Jahre und war seither fasziniert von diesen Ausnahmetalenten, ihrer Produktivität, ihrer Selbstperformance, ihrer Hingabe ans Schreiben und Musikmachen in jeder Lebensstunde. In seinem ausführlichen Essay erzählt Hornby, warum Dickens und Prince ihn so stark geformt und inspiriert haben, was das Talent aus dem Künstler gemacht hat und woher diese geniale Begabung eigentlich kommt. Die biografischen Voraussetzungen waren denkbar ungünstig, Dickens und Prince wuchsen beide in Armut auf, ohne Eltern. Der eine ging leidenschaftlich gerne ins Theater und las alles, was ihm in die Finger kam, und der andere spielte virtuos auf mehreren Instrumenten und saugte unermüdlich Musikalben in sich auf. Der Erfolg begann bei beiden früh, bei Dickens mit den „Pickwickiers“ (1835/36), bei Prince mit dem Doppelalbum „1999“ (1982), Werken, die die Literatur- und Musikszene mit neuen Medien revolutionierten: Dickens veröffentlicht seine Romane in Zeitungen als Serien, die Lieder von Prince gingen bei dem neuen Musikvideo-Sender MTV viral. Hornby verfolgt den Erfolgsweg der Künstler mit Sympathie für ihre Schwächen, für ihre Extravaganzen, für ihre Arbeitswut bis zur Selbsterschöpfung, zum Beispiel bei Mammuttourneen, und für ihren unbedingten Willen, den Erfolg immer weiter zu steigern. Aus diesen tragikomischen und manchmal kuriosen Ähnlichkeiten entsteht ein sehr lesenswertes Doppelporträt von zwei Genies, ein Licht- und Schattenwurf des künstlerischen Ruhms.
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Artikelbeschreibung

Ein warmherziges und unterhaltsames Buch über Kunst, Kreativität und die überraschenden Gemeinsamkeiten zwischen dem viktorianischen Romancier Charles Dickens und dem modernen amerikanischen Rockstar Prince.

Mit der Bewunderung eines Fans und seinem typischen Humor und Witz zeigt uns Nick Hornby die kuriosen Ähnlichkeiten zwischen zwei auf ihre Art genialen Künstler, die bis heute gelesen oder gehört, bewundert und nachgeahmt werden.

Hornby untersucht die persönlichen Tragödien der beiden Ausnahmetalente, ihren sozialen Status und ihre grenzenlose Produktivität und zeigt, wie diese beiden ungleichen Männer aus verschiedenen Jahrhunderten »die Welt erleuchteten«. Dabei schafft er ein anregendes Kaleidoskop über die Kreativität, die Extravaganz, die Disziplin und die Leidenschaft, die es braucht, um große Kunst zu schaffen.

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Personeninformation

Nick Hornby, 1957 geboren, studierte in Cambridge und arbeitete zunächst als Lehrer. Er ist Autor zahlreicher Bestseller: »High Fidelity«, verfilmt mit John Cusack und Iben Hjejle, »About a Boy«, verfilmt mit Hugh Grant, »A Long Way Down«, verfilmt mit Pierce Brosnan, »How to Be Good«, »Slam« und »Juliet, Naked«, sowie weiterer Bücher über Literatur und Musik. Nick Hornby lebt in London.

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Michel Houellebecq, Gabriel Talent und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

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