Meine chinesische Großmutter

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Buchprofile - Rezension
Versuch des Autors, das Leben seiner dänischen Großmutter zu rekonstruieren, die ihre ersten Ehejahre im kolonialen Hongkong verbracht hat.
Kurz nachdem Jørgen Christensen 1906 Kopenhagen verlassen hat, um in Hongkong mit einem Bergungsdampfer an Chinas Küsten zu arbeiten, reist ihm seine junge Frau Hulda hinterher. Am Sterbebett seines Vaters hofft Saabye Christensen mehr über das Leben dieser beiden Menschen, seiner Großeltern, zu erfahren, doch vergebens. Während Urkunden, Interviews und Nachrufe viel über seinen Großvater offenbaren, existieren von Huldas Leben nur Bruchteile. Ihre im Kolonialstil gehaltene Wohnung deutet ebenso wenig auf den Menschen Hulda hin wie das Erinnerungsbuch, das sie ihrem Enkel einst geschenkt hat. Auch an ihren 90. Geburtstag erinnert sich der Enkel kaum. – In diesem sehr persönlichen Buch offenbart der inzwischen selbst 71-jährige Autor sein Problem, wahrheitsgemäß über das Leben Hulda Christensens zu schreiben, obwohl er, seit er anfing zu schreiben (66), immer auf der Suche nach seiner Großmutter (76) gewesen sei. Das Thema reicht weit über die Suche nach der „chinesischen“ Großmutter hinaus. Beeindruckend ist, dass der Autor den Leser:innen immer wieder vor Augen führt, wie schwer es ihm fällt, dieses Buch zu schreiben und dabei dem, was er über seine Familienmitglieder schreibt, gerecht zu werden.
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Artikelbeschreibung

Wie kommt es, dass sich eine junge Kopenhagenerin Anfang des 20. Jahrhunderts allein auf eine lange, beschwerliche und gefährliche Seereise nach Hongkong macht? "Dieses Buch ist ein Juwel!" VG

Wie kommt es, dass sich eine junge Kopenhagenerin Anfang des 20. Jahrhunderts allein auf eine lange, beschwerliche und gefährliche Seereise nach Hongkong macht? Genau dorthin, in diesen internationalen Meltingpot und vibrierenden Handelsplatz, hatte es den Dänen Jørgen Christensen bereits kurz zuvor verschlagen - zu seiner Arbeitsstelle bei Svitzers Bjergnings-Enterprise, die älteste Seerettungs- und Bergungsgesellschaft der Welt. Jørgen und die junge Kopenhagenerin sind Lars Saabye Christensens Großvater und Großmutter väterlicherseits.

Wer waren diese Menschen, von denen er stammt? Wie sah dieses koloniale, vom Handel geprägte Leben aus? Erst als sein Vater auf dem Totenbett liegt, wagt es Lars Saabye Christensen, ihn nach jener Zeit zu fragen, die seine Großeltern im fernen Osten verbrachten. Eine Spurensuche beginnt, die Überraschungen bereit hält. Indem er sich akribisch an die vorhandenen Quellen hält, zeichnet Lars Saabye Christensen ein faszinierenderes Gemälde einer Zeit und einer Familie, das noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Personeninformation

Lars Saabye Christensen, 1953 in Oslo geboren, ist einer der bedeutendsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher sind in 36 Sprachen übersetzt und wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nordischen Literaturpreis, mehrmals mit dem Norwegischen Kritikerpreis, dem Preis des Norwegischen Buchhandels sowie dem Preis des Norwegischen Verlegerverbandes.

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