Der gute Name unseres Vaters

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Brief aus dem Nachlass des Kriegshelden Jefim Schulman zwingt seine Familie, sein Leben neu zu bewerten.
"An den Leiter des Regionalkomitees der Staatssicherheit. Mit diesem Schreiben möchte ich auf die in meiner Kriegsdienstakte gefundenen Unstimmigkeiten eingehen. Vorausschicken muss ich jedoch, dass meine Kinder und Enkelkinder mich sehr lieb haben und es ein großes psychologisches Trauma für sie sein dürfte, was ich nun zu berichten gedenke." So beginnt der Brief von Jefim Schulman, den seine Frau Nina im Nachlass findet. Und der Roman arbeitet die Geschichte auf. Im Wechsel werden die von Jefim durchlebten Kriegsjahre von 1941-46 und die Zeit zwischen 1950 und seinem Tod 2007 beschrieben. Wie er während des Kriegs versucht hat zu überleben, immer wieder festgenommen wurde, immer wieder Kompromisse eingehen und aussitzen musste. Und wie der vermeintliche Kriegsheld in den Jahren nach dem Krieg nicht mehr aus der Nummer rauskommt und ständig in der Angst lebt, dass dieses konstruierte Leben als Lüge auffliegt. – Ein beeindruckender Roman und beeindruckendes Zeitdokument, da es auf der Familiengeschichte der Autorin beruht. Eine bewegende Geschichte über Schuld, Erinnerungen und den unbedingten Überlebenswillen eines Mannes. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

»Der gute Name unseres Vaters« von Sasha Vasilyuk ist ein bewegender Roman über eine ukrainische Familie und zugleich ein brillantes Panorama des 20. Jahrhunderts.

Ukraine, 2007. Im Nachlass ihres Mannes Yefim entdeckt Nina Shturman einen Brief an den KGB. Darin beichtet der vermeintliche Kriegsheld die Wahrheit über seine Zeit als Gefangener der Deutschen. So zwingt Yefim seine Familie, den Mann, den sie zu kennen glaubten, neu zu bewerten - und auch das Land, das er verteidigt hatte.

Denn um den 2. Weltkrieg zu überleben, muss der jüdische Soldat Yefim Opfer bringen, die er sich nie hätte vorstellen können. Und nach dem Krieg ist sein Kampf noch lange nicht vorbei ...

Ein großer Familienroman, basierend auf einer wahren Geschichte:

Über 70 Jahre zeichnet der Roman die Auswirkungen von Yefims Lebenslüge nach - und den Weg, den seine Familie schließlich findet, damit umzugehen. Die Autorin und Journalistin Sasha Vasilyuk ist Amerikanerin mit russisch-ukrainischen Wurzeln. Zu ihrem akribisch recherchierten Roman wurde sie von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert.

Von Zwangsarbeit in deutschen Gefangenenlagern bis zur Kultur des Stolzes und der Paranoia in der Sowjetunion folgt die Geschichte einer Familie, die zwischen zwei totalitären Regimen gefangen ist. Mit viel Fingerspitzengefühl, hochaktuell und doch zeitlos erzählt der Roman die Geschichte einer Familie und macht die Zerrissenheit der Ukraine greifbar.

»Dies ist ein wichtiges, bewegendes Buch, das den Leser*innen lange im Gedächtnis bleiben wird.« Autorin Kate Quinn

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Personeninformation

Johannes Sabinski, geboren 1964, studierte Amerikanistik an der FU Berlin. Seit 1996 ist er als Übersetzer tätig und lebt in Berlin.

Pressestimmen

"Aufrüttelnder Blick in eine Welt, aus welcher der Krieg nie wirklich wich." Brigitte 20250212
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