Wenn die Welt unsere wäre

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Buchprofile - Rezension
Drei Jugendliche stellen sich 1945, 1989 und 2024 neuen Wirklichkeiten.
Werwolf Harald (1945), IM Jenny (1988) und Poetry Slamer Nadiem (2024) werden in den historischen und kulturellen Umbruchzeiten ihrer Jugend vor gravierende Herausforderungen gestellt: Harald soll mit einem britischen Jugendoffizier Demokratie lernen und anwenden, Jenny entdeckt in der von ihr beobachteten Pfarrerstochter Nicole ihre große Liebe und Nadiem muss aus seiner selbstgewählten Opferrolle als integrierter Flüchtling in die Offensive für sein neues Heimatland Deutschland. Alle drei Jugendlichen finden auf ihren harten und schwierigen Entwicklungswegen wache Jugendliche und Erwachsene, die sie stützen und begleiten. Und diese lassen vor allem eines nicht zu: Weglaufen, Gewalt, Intransparenz. Um den echten und vermeintlichen Bedrohungen falscher Autoritäten von links und rechts entgegenzutreten, wird toxische Männlichkeit oder Rückzug in die Schmollecke nicht akzeptiert. Gemeinsam mit ihren Nächsten treten alle Jugendliche gemeinsam gegen Hass und Hetze auf, behalten mit Fantasie und Vertrauen die Oberhand. – Die drei Welten von heute, gestern und vorgestern trägt Christian Linker in einem packenden Collagenroman mit viel historischer Kenntnis und hohem menschlichen Einfühlungsvermögen zusammen. Besonders fasziniert, wie er die alle betreffenden Bedrohungen spannend bis zum Schluss auch familiengeschichtlich zusammenführt. Für alle Bestände.
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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Buch des Monats empfiehlt:

1945 – 1988 – Gegenwart: Drei Jugendliche, die unterschiedliche Umbrüche in ihrem Leben erleben: Harry erlebt das Kriegsende, glaubt nach wie vor an die NS-Ideologie und kommt verletzt in ein britisches Lazarett. Jennifer spitzelt für die Stasi. Der Geflüchtete Nadiem wird in den Sozialen Medien angegriffen. Alle drei Jugendlichen verbindet der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung – ihre Geschichten verbindet Linker gekonnt in diesem spannenden Roman, der zum Nachdenken bringt.

Artikelbeschreibung

Drei Jugendliche. Drei Stimmen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen.

Drei Jugendliche ringen um ihre Freiheit: Harry kämpft sich durch die Ruinen der Nachkriegszeit, Jennifer landet wegen ihrer Regimekritik im brutalsten Jugendwerkhof der DDR und in der heutigen Zeit sieht sich der Slam-Poet Nadiem bei seinem ersten großen Auftritt einem rechten Mob gegenüber. Jahrzehnte trennen diese Geschichten voneinander und doch verbindet sie neben einem familiären Geflecht der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, mit dem die drei Jugendlichen schnell an Grenzen stoßen - und der Mut, diese zu überwinden.


  • Eine bewegende, aufrüttelnde Auseinandersetzung damit, was es heißt, für Freiheit zu kämpfen
  • Emotional eindringlich und dabei hoch spannend

Produktsicherheit

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Personeninformation

Christian Linker, geboren 1975, studierte in Bonn Theologie und machte Jugendpolitik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Romane, die sich schon immer mit brisanten Themen auseinandergesetzt haben, wurden vielfach ausgezeichnet.

Pressestimmen

Ein spannender und bewegender Roman, der wichtige gesellschaftspolitische Themen vereint. Christian Linker stellt seine Held*innen nahbar und mit all ihren Fehlern und Zweifeln dar, so dass man gut nachvollziehen kann, welche Ereignisse und Beziehungen prägend auf die Jugendlichen wirkten. uno-flüchtlingshilfe.de 20260202
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