Die Pionierinnen

Wie Journalistinnen nach 1945 unseren Blick auf die Welt veränderten
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Buchprofile - Rezension
Lebendige Porträts der ersten Journalistinnen im Nachkriegsdeutschland.
Als nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die ersten Zeitungen durch die Alliierten wieder erlaubt wurden, gab es bald engagierte Frauen, die in den von Männern dominierten Redaktionen arbeiteten. Einige von ihnen, wie Marion Gräfin Dönhoff, Elisabeth Noelle-Neumann oder Alice Schwarzer sind bis heute bekannt, viele andere aber vergessen. Der Autor hat auf der Grundlage von schriftlichen und mündlichen Hinterlassenschaften die Lebenswege der einzelnen Autorinnen beschrieben, die z.T. schon vor dem Ende des Krieges journalistisch tätig waren. Er schildert ihre Bestrebungen, die redaktionellen Nischen, die sie in manchen Fällen von den Männern zugewiesen bekamen, für ihre Ziele zu nutzen. Ein bedeutsames Thema war z.B., die im Grundgesetz festgeschriebene Gleichberechtigung von Mann und Frau auch in der Gesetzgebung und Rechtsprechung umzusetzen. Aber auch der Umgang der Deutschen mit den Nürnberger Prozessen oder später der sexuellen Revolution wurde reflektiert. Wichtig war allen gemeinsam, dass sie schreiben konnten, um auf diese Weise (nicht nur) die Frauen über für sie relevante Themen zu informieren und damit ihre Emanzipation voranzutreiben. Für alle Büchereien sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Margret Boveri, Marion Dönhoff, Elisabeth Noelle-Neumann und andere: Wie Journalistinnen nach 1945 die Republik veränderten

Sie haben die Entwicklung der frisch gegründeten Bundesrepublik entscheidend mitgeprägt, und doch ist ihre Geschichte nie erzählt worden: die Journalistinnen der ersten Stunde, die dafür sorgten, dass sich in der jungen Demokratie Freiheit, Liberalität und Toleranz entwickelten.Ganz unterschiedlich überstanden sie den Krieg: im Exil, im Versteck, auf der Flucht oder, indem sie sich mit dem NS-Regime arrangierten. Hinterher berichteten sie über die Nürnberger Prozesse, schrieben über die erwachende Liebe der Deutschen zu ihren Autos und kämpften für die Gleichberechtigung in der Familie. Diese Journalistinnen verstanden es, das vermeintlich rein Private politisch zu machen. Rainer Hank lässt ihre Stimmen für uns wieder hörbar werden.Mit Porträts von Clara Menck, Margret Boveri, Elisabeth Noelle-Neumann, Inge Deutschkron, Maria Frisé, Marion Dönhoff, Helene Rahms und anderen.

Ausstattung: Mit zahlreichen Abbildungen

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Pressestimmen

»Spannend wie ein Krimi ... Meinungsstark verknüpft [Hank] seine eigenen Reminiszenzen an Gespräche, Interviews und Lektüren mit kleinen Nähkästchen-Details ... und spannenden Exkursen zur deutschen Mediengeschichte.« Weltwoche

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