Schwellenangst

Annäherungen an einen anderen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
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Buchprofile - Rezension
Wie können wir über Sterben, Tod und Trauer sprechen? Zwei Illustratorinnen und Grafikdesignerinnen bieten Informationen und Anregungen in einem ungewöhnlichen Rahmen.
Sterben, Tod und Trauer sind noch immer tabuisierte Themen. „Der Tod ist und bleibt beunruhigend“, sagen die Autorinnen, „aber die Beschäftigung damit sorgt für Orientierung.“ Sie nehmen sich sachlich und ausführlich der Themen an: Was passiert mit dem Körper, der stirbt? Wie steht es um Autonomie und Verantwortung am Ende des Lebens? Sie nehmen Hospizarbeit und Palliativmedizin, Sterbebegleitung und Sterbehilfe in den Blick. Es geht um das schwierige Thema Suizid, um Bestattungsmöglichkeiten, Erbe und Vermächtnis, um Trauer, Abschiedsrituale und Seelenvorstellungen. Die informativen Texte werden durch kurze persönliche Berichte ergänzt. Zu jedem Kapitel gibt es Erläuterungen zu Begrifflichkeiten, Vorstellungen in verschiedenen Kulturen oder Hilfen in der Not. Das Buch spricht über Emotionen, Trauer und Gefühle, ohne eine zu große Nähe herzustellen, die zusätzlich belasten könnte. Wer sich rund um das Thema Sterben, Tod und Trauer informieren will, ist hier gut beraten. Die ungewöhnliche Gestaltung und die Illustrationen, machen das Buch zu etwas Besonderem, das dazu beitragen kann, ein schwieriges Thema in die Mitte unseres Lebens zu holen und zu enttabuisieren. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Können wir anders und offen über den Tod und das Sterben sprechen? Wie können wir mit Schmerz umgehen und in Trauer füreinander da sein? Was passiert mit einem Körper, wenn er gerade stirbt, und warum ist die Redewendung "im Tod sind alle gleich" ein so großes Missverständnis?In diesem außergewöhnlich illustrierten Buch schaffen Luisa Stömer und Eva Wünsch einen neuen Zugang in ein für viele schweres, tabuisiertes Thema: Obwohl das Sterben und der Tod zu den fundamentalsten menschlichen Erfahrungen gehören, haben wir beides heute weitgehend aus unserem alltäglichen Leben verdrängt - gestorben wird zu oft allein und in der Trauer werden wir auf uns selbst zurückgeworfen. "Schwellenangst" leistet einen wichtigen Beitrag dazu, wie ein Gespräch über die Endlichkeit gelingen kann. Die Autorinnen sensibilisieren für die verschiedenen Bereiche, die mit dem Tod in Verbindung stehen: von biologischen Prozessen des Sterbens, der Auflösung eines Körpers, bürokratischen Hürden und Schlupflöchern über Trauer, die sich allen Phasenmodellen entzieht, und Wachstumsschmerzen bis hin zu unkonventionellen Bestattungen und gesellschaftlichen Ungleichheiten, die über den Tod hinausreichen.Der Tod ist und bleibt beunruhigend, aber die Beschäftigung damit sorgt für Orientierung, schärft die Wahrnehmung füreinander und lässt uns neu bewerten, was wirklich wichtig ist.

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Personeninformation

Eva Wünsch (geb.1991, Studium an der HGB-Leipzig) und Luisa Stömer (geb.1992, Studium an der HAW Hamburg) sind Autorinnen, Illustratorinnen und Grafikdesignerinnen. Sie sind seit vielen Jahren befreundet und auch beruflich ein Team. 2016 erschien ihr Buch Ebbe & Blut - ein Nachschlagewerk zum weiblichen Zyklus das mit dem German Design Award ausgezeichnet wurde. Seit 2023 haben sie einen Lehrauftrag für Illustration und Konzeption an der Designfakultät in Nürnberg. Eva Wünsch (geb.1991, Studium an der HGB-Leipzig) und Luisa Stömer (geb.1992, Studium an der HAW Hamburg) sind Autorinnen, Illustratorinnen und Grafikdesignerinnen. Sie sind seit vielen Jahren befreundet und auch beruflich ein Team. 2016 erschien ihr Buch Ebbe & Blut - ein Nachschlagewerk zum weiblichen Zyklus das mit dem German Design Award ausgezeichnet wurde. Seit 2023 haben sie einen Lehrauftrag für Illustration und Konzeption an der Designfakultät in Nürnberg.

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