Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?

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Buchprofile - Rezension
Intensiver Blick auf wichtige Probleme unserer heutigen Arbeitswelt.
Die Arbeitswelt der letzten Jahrzehnte verursacht angesichts Corona, Klimakrise und Kriegszeiten viele Probleme für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen. Sara Weber, die sich als Journalistin intensiv mit Arbeit, Digitalisierung und Wirtschaft beschäftigt, hat einen genauen Blick auf viele Bereiche, die unsere Arbeit negativ beeinflussen, geworfen. Ob es gewünschte reduzierte Arbeitszeiten sind oder eine Umorganisation zu mehr Arbeit von Zuhause aus, nicht zu vergessen die dringend erforderliche Umorganisation von Sorge- und Pflegearbeit, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, was Bezahlung, Arbeitszeiten und Organisation betrifft, die Ausbeutung durch schlecht bezahlte Jobs, die die soziale Schere zwischen Arm und Reich noch stärker öffnet, bis hin zu klimaschonendem Wirtschaften und dem Wunsch vieler Arbeitnehmer, einem Beruf mit Freude und Leidenschaft nachzugehen. Der klare und eindringliche Blick der Autorin auf die Arbeitswelt, unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz, geben einen beeindruckenden Einblick nicht nur auf Probleme in der Arbeitswelt, sondern auch auf Lösungsmöglichkeiten. - Ein wichtiger Beitrag zur Bewusstmachung der Arbeitswelt, in der wir leben, und wie die Zukunft menschenwürdig gestaltet werden kann. Breit empfohlen für alle Büchereien.
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Artikelbeschreibung

Sara Weber ist Journalistin, Expertin für die Arbeitswelt der Zukunft und war als Redaktionsleiterin von LinkedIn das Gesicht des Netzwerks in Deutschland, bis sie selbst Teil der "Great Resignation" wurde. In diesem Buch geht sie den Fragen nach, die gerade eine ganze Generation umtreiben, und zeigt Lösungen auf, die Arbeit besser machen können.

Im März 2020 änderte sich alles. Homeoffice war plötzlich die neue Norm. Alle mussten sich digitalisieren und transformieren - ob sie wollten oder nicht. Die Arbeit drängte weiter ins restliche Leben, zur Erwerbsarbeit kam noch mehr Carearbeit. Die Schere zwischen systemrelevanten Berufen und Bürojobs ging weiter auf. Covid hat uns gezeigt, was in der Arbeitswelt nicht mehr funktioniert.

Und da ist nicht nur die Pandemie. Überschwemmungen, Waldbrände, Inflation, Krieg - unsere Welt steht in Flammen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und wir? Brennen aus, um bloß keine Deadline zu reißen. Was zur Hölle machen wir da eigentlich? Warum tun wir uns das an?

Immer mehr Menschen stellen sich diese Fragen, einige ziehen Konsequenzen. In den USA hat der Trend sogar schon einen Namen: "The Great Resignation", das große Kündigen. Es bricht eine neue Ära an, aber weder durch agile Methoden noch durch Yoga im Alltag wird es gelingen, ein für uns alle und für den Planeten verträgliches Wirtschaften zu realisieren. Wir müssen uns überlegen, wie Arbeit heute und morgen wirklich funktionieren kann - mit einem Fokus auf Gerechtigkeit, Zukunftsfähigkeit und den Menschen.

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Personeninformation

Sara Weber, geboren 1987, ist Deutsch-Amerikanerin und lebt in Köln. Sie studierte Publizistik und Buchwissenschaft in Mainz und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Nach ihrer Zeit als freie Autorin für u. a. Zeit und Süddeutsche Zeitung arbeitete sie fünf Jahre bei LinkedIn. Sie schreibt die SPIEGEL-Kolumne »ÜberArbeiten«. Ihr erstes Buch »Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten?« war 2023 ein Bestseller.

Pressestimmen

»Das Buch ist sehr gut zu lesen und interessant für alle, die sich für das Mindset der jungen Generation interessieren, und die nicht nur oberflächlich darüber diskutieren wollen.« Andrea Nahles WDR 5 Bücher 20230218
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