Wir alle haben ein Recht auf Zukunft

Eine Ermutigung | Klimaschutz ist Menschenrecht - ein Weckruf von Deutschlands bekanntester Klimaanwältin
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Buchprofile - Rezension
Verständliche Schilderungen, wie Umweltrechte juristisch erstritten wurden.
Alle wollen das Klima und die Natur retten. Doch die Umsetzung dieser hehren Ziele ist sehr mühsam und kommt nur langsam voran. Die einschlägig erfahrene Juristin Roda Verheyen zeigt zusammen mit der Journalistin Alexandra Endres auf, wie vor allem auf juristischem Gebiet in zähem Ringen Erfolge zu erreichen waren. Klimaklagen sind seit dem Pariser Klima-Abkommen möglich. An einigen Beispielen zeigen die Autorinnen auf, wie mittels gerichtlicher Klagen der Klimaschutz als ein Menschenrecht anerkannt wurde und wie sehr Klimaklagen die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit stärken. Eine wichtige Rolle spielt dabei vor Gericht die Klimawissenschaft. Mit der von Industriestaaten verursachten Klimaveränderung ist eng die Forderung nach Gerechtigkeit verbunden. Klimaklagen können sogar die negativen Folgen der Globalisierung etwas verringern, wie Verheyen betont. Über das Zivilrecht könne ein Ausgleich von Interessen erreicht werden. Mit passenden Gerichtsentscheidungen ließen sich Treibhausgase senken, wenn auf Wälder und Böden geachtet werde. So wird der vielfältige und sehr mühsame Kampf für den Erhalt unserer natürlichen Umwelt und zum Schutz des Klimas auch für Laien verständlich. Man muss nicht nur mit Konzernen streiten, sondern auch gegen Trägheit und Desinteresse von Regierungen angehen. Auch eine Umweltministerin Angela Merkel hat es Streitern für eine lebenswerte Zukunft nicht immer leicht gemacht. - Dieses Buch versteht sich als eine Ermutigung, wie auch sein Untertitel lautet. Die Darstellung ist sachlich und gut verständlich, trotz deutlichem Engagement fern von verbissenem Kampfgeist oder gar fanatischem Eifern.
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Artikelbeschreibung

Klimaschutz ist Menschenrecht

Dürre, Eisschmelze, Überflutungen zerstören den Lebensraum und die Existenzgrundlage vieler Menschen. Doch Regierungen oder Konzerne zeigen sich oft träge bis ignorant, wenn sie Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen sollen. Was kann da der Einzelne, das Klimaopfer, tun?

Die Rechtsanwältin Roda Verheyen sagt entschlossen: das bestehende Recht und die Gerichte nutzen. Wir alle sind bedroht und können mit Klimaklagen Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen. Anhand eigener Erfahrungen und wichtiger internationaler Prozessfälle zeigt sie, dass die Judikative - in Sachen Klimaschutz eine oft unterschätzte Gewalt - Machtlosen Recht verschaffen kann. Schließlich geht es um das Recht des Menschen auf ein Leben in Würde, jetzt und in Zukunft.

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Personeninformation

Dr. Roda Verheyen, geboren 1972, ist Rechtsanwältin und ehrenamtliche Richterin am Hamburgischen Verfassungsgericht. Sie berät u.a. namhafte Umweltorganisationen wie Greenpeace e.V. und Germanwatch e.V., die auch Klimaklagen unterstützen, aber auch Landwirte und Einzelpersonen. Sie war Mitglied der deutschen Delegation zur Klimarahmenkonvention, ist Gründerin und Vorstandsmitglied von Green Legal Impact Germany e.V. und kämpft seit Jahrzehnten für mehr Klimaschutz.

Alexandra Endres, geboren 1974, ist freiberufliche Journalistin für Klima- und Umweltthemen. Zuvor war sie Redakteurin im Ressort Politik, Wirtschaft, Gesellschaft bei 'Zeit Online'. Über ihre Reisen in Lateinamerika hat sie zwei Bücher geschrieben: 'Niemand liebt das Leben mehr als wir. Mexiko - Reise durch ein Land voller Hoffnung' und 'Wer singt, erzählt - wer tanzt, überlebt. Eine Reise durch Kolumbien'.

Pressestimmen

Ihr Buch ist ein Plädoyer dafür, Machtlosen Recht zu verschaffen. EMMA 20231101
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