
Artikelbeschreibung
Natur pur - Einblicke in das Leben im und mit dem Moor
Franziska Tanneberger, eine der bekanntesten Moorforscherinnen Deutschlands, nimmt uns mit zu Mooren auf der ganzen Welt und zeigt, warum die Sumpflandschaften Teil der Klimarettung sein müssen.
Das Moor: schmatzende, nasse Sumpflandschaften, wo Vögel nisten, Schilfpflanzen, Torfmoose und Gräser wachsen. Ein Lebensraum, der eine ganz besondere Artenvielfalt in sich birgt. Franziska Tanneberger, Leiterin des Moor Centrums in Greifswald, begibt sich auf einen Streifzug durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Moore Deutschlands, reist zu Moorlandschaften in Sibirien, Indonesien und dem Kongobecken, zeltet auf sinkendem Boden und folgt dem Seggenrohrsänger bis in den Senegal. Sie zeigt anschaulich, dass Moore viel mehr sind als mystische Inseln der Biodiversität: sie sind organische Böden, die in naturbelassener Form mehr Kohlenstoff binden als die Biomasse aller Wälder der Erde zusammen.
Eine berührende Lektüre über die Liebe zur Natur und eine Moorexpertin, die zur Klimaschützerin wurde.
Ihr Buch bleibt nicht bei der Diagnose: Mit Wiedervernässung und Paludikultur zeigt sie, wie Landwirtschaft auf nassen Böden gelingt - mit Schilf, Rohrkolben und Wasserbüffeln.
- Wissenschaft, die man versteht: Komplexe Zusammenhänge verständlich erklärt
- Geschichte einer Landschaft: Von der Urbarmachung Friedrichs des Großen bis zu den Komplexmeliorationen in der DDR
- Konkrete Lösungen: Ein Acht-Punkte-Plan für die Moorwende
- Stimmen aus der Praxis: Porträts von Landwirten, Forscherinnen und Naturschützern
Für alle Leserinnen und Leser, die Klimaschutz nicht nur verstehen, sondern mitgestalten wollen.
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Personeninformation
Franziska Tanneberger wuchs in den 1980er Jahren in Berlin-Pankow auf und verbrachte die Urlaube ihrer Kindheit in trockenen und nassen Mooren auf Usedom. Nach dem Abitur studierte sie Landschaftsökologie und Naturschutz an der Universität Greifswald. Zu ihrem Hauptfach Moorökologie kam sie auch, weil sie die Menschen, die sich mit Mooren beschäftigen, schnell besonders gern mochte. Nach Stationen als Gutachterin, in Naturschutzprojekten in Polen und Belarus sowie beim Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig, kehrte sie 2012 an die Universität Greifswald zurück und leitet dort seit 2015 auch das Greifswald Moor Centrum. Sie forscht vor allem zu wiedervernassten Moore und wie wir sie nutzen konnen. Im Januar 2023 hat sie ihre Habilitation abgeschlossen.
Vera Schroeder ist Journalistin und arbeitet im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. Sie hat Politik und Kommunikation studiert und erzählt heute besonders gern Geschichten von Menschen, die die Zukunft gestalten möchten.