Keine gewöhnlichen Männer

Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi im Widerstand gegen Hitler
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Buchprofile - Rezension
Doppelbiografie der Widerstandskämpfer Bonhoeffer und Dohnanyi.
Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer und sein Schwager, der Jurist Hans von Dohnanyi, waren geprägt von ihrem familiären Umfeld. Ihre ethisch motivierte Ablehnung des Nationalsozialismus von Anfang an und ihr praktisches Engagement für Verfolgte brachte sie letztendlich in die Kerker des Regimes. Anfang April 1945 wurden beide, der eine im KZ Sachsenhausen, der andere im KZ Flossenbürg, nach zweifelhaften Prozessen zum Tod verurteilt und ermordet. Der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern und seine Frau erinnern in einer knappen Porträtskizze an diese eindrucksvollen Männer. Ihre Gedankenwelt, ihre engen familiären Bande, ihr Mut und ihre Unbeugsamkeit sollen unvergessen sein. In einem kritischen Anhang würdigen sie neuere Publikationen und fordern einen neuen Ansatz in der Forschung über die beiden Widerstandskämpfer. – Eine gute Einführung in Leben und Werk der beiden ehrenvollen Männer.
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Artikelbeschreibung

Hitlers "Drittes Reich" war die populärste Diktatur des 20. Jahrhunderts. Millionen Deutsche jubelten, während Zehntausende, dann Millionen und schließlich die ganze Welt litt. Das Regime war gerissen genug, die Menschen mit Versprechungen und Schmeicheleien für sich einzunehmen, und brutal genug, sie mit Terror, Folter und Morden das Fürchten zu lehren. Einem solchen Regime Widerstand zu leisten war selten, und es war gefährlich. Zwei höchst außergewöhnliche Männer, Hans von Dohnanyi und sein Schwager Dietrich Bonhoeffer, haben es dennoch getan.
Was sie dazu bewogen hat, warum sie von Anbeginn genau wussten, mit wem sie es zu tun hatten, wie sie den Weg zum Handeln fanden und am Ende für ihre Überzeugungen ihr Leben ließen - dem gehen Elisabeth Sifton und Fritz Stern in diesem tief bewegenden, meisterhaft geschriebenen Doppelportrait nach. Sie setzen zwei Helden gleichermaßen ins Recht, von denen der eine weltberühmt ist, während der andere zu unrecht in seinem Schatten steht. Und sie zeigen, was außergewöhnliche Menschen von gewöhnlichen - damals und immer - unterscheidet.

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Personeninformation

Dr. Erhard Stölting ist Professor für Allgemeine Soziologie in Potsdam. Fritz Stern, geboren 1926 in Breslau, ist em. Professor für Geschichte an der Columbia University. Obwohl seine Familie jüdisch war, wurde Fritz Stern, um seine Zukunftschancen zu erhöhen, getauft. Die Geschichte und das Schicksal des deutschen Judentums wurden für Stern zum Lebensthema. 1938 flüchtete er mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten und studierte deutsche Geschichte an der Columbia Universität, wo er Professor für Geschichte wurde. Er gilt als einer der besten Deutschlandkenner in den USA. 1999 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Er lebt in Princeton und Washington.
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