Ein wenig Leben

Roman

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Vier junge Männer schließen in New York eine Freundschaft fürs Leben.
Auf dem College begegnet der Jurastudent Jude St. Francis den angehenden Künstlern Willem (Schauspieler), JB (Maler) und Malcolm (Architekt). Die vier Studenten verstehen sich, obwohl sie aus unterschiedlichen Gesellschaftskreisen kommen, auf Anhieb großartig und bauen eine Freundschaft auf, die nicht immer komplikationslos verläuft, aber ein Leben lang halten wird. Der hochintelligente Jude steht im Mittelpunkt dieser Clique. Durch unvorstellbar grausame sexuelle Misshandlungen, die er bis zu seinem 15. Lebensjahr erleiden musste, ist er an Leib und Seele schwer geschädigt und kann kaum jemals glauben, wie sehr ihn seine Freunde lieben - vor allem Willem, mit dem er viele Jahre später eine Beziehung eingehen wird. Seine körperlichen Verletzungen verhindern, dass er ein normales, schmerzfreies Leben führen kann, seine seelischen Beschädigungen führen dazu, dass er sich zwanghaft weiter selbst verletzt. Seine traumatischen Erlebnisse und das Ausmaß seiner Beschädigung enthüllt die Autorin ihren Lesern in wohldosierten Etappen, aber dennoch ist das Beschriebene kaum zu ertragen. Aber die auf mehrere Jahrzehnte angelegte, mit großer Ruhe und Sorgfalt erzählte Geschichte ist nicht nur düster, sondern in ihren vielen hellen Momenten so aufrichtig berührend, dass man wünschte, zu dieser verschworenen Gemeinschaft zu gehören. Selten habe ich ein Buch gelesen, von dem eine derart wuchtige Emotionalität ausgeht und ich würde es gerne jedem Leser uneingeschränkt empfehlen, möchte aber die drastischen Misshandlungsszenen nicht unterschlagen. In jedem Fall verdient der herausragende Roman in jeder Bücherei einen Platz.
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Ina Winkler
Buchhändlerin
Sankt Michaelsbund
Darf man einen Roman empfehlen, wenn man im Vorhinein weiß, dass er seinen Leser zum Weinen bringen, Albträumen aussetzen und an den Rand dessen, das sich lesend aushalten lässt, tragen wird? Ja, man kann, unbedingt sogar – denn diese Geschichte erzählt zugleich auch von Menschen, deren  große Liebe und unendliche Güte die Welt zu einem besseren, lichteren Ort machen. Ein Epos über unheilbare Verletzungen und tiefe Freundschaft, das mitreißt, begeistert und noch sehr lange in einem nachklingt.

"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe - ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Stephan Kleiner, geb. 1975, übersetzte Bücher von Keith Gessen, Chad Harbach, Tao Lin, Peter Rock, Roger Sterling und Josh Weil ins Deutsche. Er lebt als Lektor in Köln.

"Mit einer emotionalen Intensität erzählt, die ihresgleichen in der neueren amerikanischen Literatur nicht hat. ... Darüber wird noch viel gesprochen werden. Muss man lesen." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.17
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