Wie der Zirkus in die Berge kam

Die Alpen zwischen Idylle und Rummelplatz. Mit e. Vorw. v. Hubert Weiger u. Christine Margraf

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Bayern im Buch-Rezension

Die Zukunft der Alpen - superaktiver Rummelplatz oder intakter Lebensraum?
Karl Stankiewitz, Journalist und Bergsteiger, beschäftigt sich in diesem Buch mit der Erschließung der Alpen - besonders mit dem Wandel dieser einsamen Gebirgslandschaft zu einem Tummelplatz der modernen Freizeit- und Spaßgesellschaft. In den chronologisch angeordneten Beiträgen - von ihm seit 1950 geschrieben - fasst er die wichtigsten Entwicklungsschritte zusammen, die - auf verschiedene Länder (Bayern, Italien, Österreich, Schweiz) verteilt - dieselben Probleme und Fehlentwicklungen aufweisen. Um dem Leser die kritische Situation dieses sensiblen Naturraumes verständlich zu machen, zeigt er, wie die anfangs zur Existenzsicherung der Einheimischen begrüßte und geförderte Erschließung durch technischen Fortschritt und wirtschaftliche Innovationen jedoch durch rücksichtslose Machenschaften von Spekulanten bzw. Investoren und hemmungslosen Massentourismus zu einer Bedrohung für Mensch und Natur wurde. Doch Stankiewitz hadert nicht nur mit den jetzigen Gegebenheiten, sondern er weist auch darauf hin, dass durch länderübergreifende Organisationen, Vereine und Bürgerinitiativen zahlreiche Projekte verhindert wurden, durch die Einrichtung von Nationalparks Tier- und Pflanzenwelt geschützt und so die langfristige Erhaltung der Alpen als Erholungsgebiet gewährleistet wird. - Unbedingt lesen!

Sterbende Bergwälder, Almen ohne Gras, vermehrte Lawinenabgänge: schon in den 1970er Jahren waren die Schäden durch den Massentourismus nicht mehr zu übersehen. Wie konnte es dazu kommen? Karl Stankiewitz präsentiert eine umfassende Geschichte der Erschließung der Alpen von den ersten transalpinen Straßen über die Ausbreitung des Wintersports bis zur Entstehung von Erlebnisparks. Sein Buch gewährt Einblicke in die Machenschaften von Spekulanten und Investoren und schildert eindrücklich wie sich einstmals idyllische Orte und Regionen wie Ischgl, Zermatt oder das Werdenfelser Land zu Spielplätzen der Eventmanager entwickelt haben. Dass dies nicht spurlos an dem sensiblen Naturraum Alpen vorübergegangen ist, wird dabei ebenso thematisiert wie die Suche nach Wegen, den Alpenraum auch zukünftig für den Tourismus zu nutzen.

Karl Stankiewitz startete seine journalistische Karriere als Redakteur der SZ. Später arbeitete der passionierte Bergsteiger und Alpenkenner u. a. für den Spiegel und den Stern. Er war mehr als 40 Jahre lang als Reise- und Alpinjournalist unterwegs und veröffentlichte zahlreiche Bücher über Bayern und den Alpenraum.
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